BLACKNING - Awakening Rage


VÖ: 28.07.2023
(Black Lion Records)

Style: Thrash Metal

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BLACKNING

BLACKENING sind eine auf Extrem-Metal fixierte Band aus dem größten Land des Südamerikanischen Kontinents, Brasilien, deren Stil einerseits sehr US-Bay Area-Thraslastig nach FORBIDDEN, DEATH ANGEL, EXODUS und VIOLENCE klingt, zum anderen Hardcore-Einfüsse miteinfließen lässt.

Die im Track eins „Violence“ eingesetzte Sirene könnte signalgebend stehen, das mit  kräftigen Thrash Alarm zu rechnen ist. Feststellung, keine Frage, auch das Produktionsraster zum dritten Studioalbum 'Awakening Rage' passt schon mal recht gut zum Inhalt. Heftig tempo machend nach vorn gehende Dampfhämmer die den Pit zum Toben bringen wie „Greed and Lies“, „Never To Be Free“ oder „Vengeance Is Mine“, denen druckvolle Midtempoparts innewohnen sorgen für das erforderliche Quäntchen Würze, das solche Nummern benötigen, um effektiv zu zünden, Soweit zu den positiven Faktoren. Dem Gegenüber stehen die negativen: Größte Schwäche auf dem dritten Studiolangdreher des brasilianischen Thrashkommandos ist der durchschnittliche vielfach zwischen Thrash und Hardcore hin und herpendelnd  farblos bleibende Gesang, dem bei aller Kulanz erforderliche Ausdruckskraft (was nicht mit infernalischem Gebrüll gleich zusetzen ist), abhanden kommt. Ziemlich oft gleichbleibende Grundriffschemata sorgen dafür, dass sich spätestens ab der Hälfte dieses Langdrehers mehr als einmal Monotonie breit macht. 

Für ein schleppendes Düsterstück wie „Insanity In Power“ fehlt die entscheidend charismatische Stimmlage, womit einer solchen auf düstermelancholischem Grundgerüst fußenden Nummer fundamental deren Substanz entzogen wird, bedauerlicherweise vollständig. Mit heißeren aus dem Bauch herausgebrüllten Hard Core-Shouts und stumpfem Riffgeschiebe kann dieser Mangel nicht kompensiert werden. Zu vieles bewegt sich im belanglosen Durchschnittsbereich. „Disfigured Trust“ und „Lex Talions“ outen sich als völlig überflüssige um das Zeitlimit von einer Minute kreisende Kurzintermezzi. „Eye For an Eye“ ist dem gegenüber mit gedehnter sieben Minuten-Spielzeit hingegen etwas arg langatmig ausgefallen, zwischendurch geht dem Stück die Puste aus; dafür punktet „Lies That Blind“ auf bedrohlichem Unterton basierend am Schluß nocheinmal kräftig.

Fazit: Über weite Strecken austauschbarer Thrash Metal mit Hardcore-Anteil, dessen Inhalt sich jenseits von gut und böse bewegt. 5/10

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