GREY ATTACK - Afterworld


VÖ: 01.09.2023
(Metalapolis Records)

Style: Hard Rock

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GREY ATTACK

Wie ein düsterer Science Fiction Filmtrailer im Stile von 'Dune, der Wüstenplanet' beginnt der Intro-Vorspann „Into The Light“, danach regieren im Titeltrack „Afterworld“ knallhart nach vorn gehende auf modernen Doom getrimmte Gitarren, ehe blueslastiger Gesang einsetzt. Nach soviel sphärischer Melancholie kommen das Stück verbindet experimentielle METALLICA-Schlagseite mit schweren BLACK LABEL SOCIETY-Stonergrooves und southernrockiger Kante. Nach soviel düsterer Behäbigkeit kommt „Simple Live“ direkt rockig auf den Punkt, während „My Last Dance“ nach coolem Anfang mehr ins Sperrige tendiert, was schade ist, weil der Track zwischendurch Spannung verliert. Auch wenn es problemlos annehmbar wäre, stellt 'Afterworld' kein Konzeptalbum dar.

Theatralisch eindringlicher sowohl melancholisch wie Klagend, zeitweise Trauerfacetten zeigend auch nachdenklichen Seiten besitzender, keineswegs aufdringlicher Klartongesang von Grey Charlez gibt den Songs komplett eigenen Wiederkennungswert. „Change Your Mind“ rockt beschwingt flott geradlinig heavy bewusst alles hinter sich lassend ordendlich den Kopf frei, „Lost“ verbreitet dem Songtitel Rechnung tragend intensive Sci-Fi-Atmosphäre, bis die Nummer in den Post-Grunge-Modus eintaucht. Zwischendurch schleicht sich gerne dezent psychedelisches Flair in die Songs, was ihnen wohl zu Gesicht steht. „Where I Belong“ setzt vermehrt auf klassisches Wüstenrockfaible, und „The End“ bedeutet nicht das Ende, sondern vielmehr Neuanfang von irgendetwas dabei dringt die Leadgitarre locker zum Ohr durch. In mystische Sphärengefilde begibt sich „Stil I can Fly“, ehe kraftvolle Hard Rockgrooveriffbänke Tempo machen, um danach in gemässigtere Stoner-Grunge-Gefilde vorzudringen. An dem kraftvoll eingängig unwiderstehlich direkt vorwärts gehenden Psychedelic Space Rock-Grower sollte auch die KYUSS/MONSTER MAGNET-Fraktion Gefallen finden! Sehnsucht weckende Melodien werden in „Let's Love This Life“ von entspanntem Rockfaible umgarnt, während „Fading Grey“ zumindest in punkto Hintergrundeffekten ein bisschen an die Eingangssequez des 1981 die Welt erobernden Hits „Fade To Grey“ der englischen Urgesteine und Begründer der aus Synthie Pop und New Wave hervorgegangenen New Romantic Bewegung - VISAGE denken lässt.

Fazit: Beschwingt abwechslungsreich grooverockend futuristisches SphärenRock Elixier das klassischen Hard Rock, Melodic Metal, Stonerrock, Grungevibes und Post Psychedelisches Flair zu einer gelungenen Melange verschmelzen lässt. 8/10