BY FIRE AND SWORD - Glory

VÖ: Bereits erschienen
(No Remorse Records)
Style: Epic Metal
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BY FIRE AND SWORD
BY FIRE AND SWORD sind ein Epic Metalduo, dessen Debüt den schlichten Titel 'Glory' trägt. Der seltsam beschwörende mehr auf nebulös-esoterisch gepolte Gesangsstil erschwert meinem Ohr zwischenzeitlich den Zugang dieser Scheibe, das ist heftig einlullend, klingt fast mehr nach Fantasy-Rollenspiel denn richtigem Gesang, dem es weder an tauglichem Songmaterial noch durchaus vorhandenem Charisma, sondern zugehöriger Durchsetzungskraft fehlt.
GATEKEEPER, BLOODBOUND, MANILLA ROAD, GHOST oder auch Timbre von Kapellen wie HORISONT bei theatralischen Stimmungsrastern und Melodiebögen fielen mir als Querverweise bei diesem Duo ein, das bereits zuvor eine EP („Freedom Will Flood All Things With Light“) ins Rennen schickte. Bedauerlicherweise fehlt mir trotz allem Hang zu flexibler Tempovariation inklusive epischem Pathos das erforderliche Maß an Schärfe bei den Gitarren, wenngleich dieses Album durch feinfühlige Melodieführung und Geradlinig nach vorne gehenden Songbahnen besticht als Beispiel wo diese Aspektierung deutlich durchsickert, seien „Fear and Tremble“, „The Feast“, „Glory, Love and Light“. „Mind, Body, Soul (Total War)“ überrascht durch interessante Gesangsfacetten, dadurch bekommt das Stück reichlich Würze. Besonders hervorheben lässt sich phantastisch Gitarrenarbeit, weshalb die Scheibe soviel kristallisiert sich heraus - nie in untere Bewertungsbereiche abzurutschen droht. „A Moment Of Silent Reflection“ zeigt, wie spannend ein Song sein kann, der sowohl eingängig, flexibel und packend zugleich gestaltet wurde. Möglicherweise braucht dieses Album zwei, drei Durchläufe bis sich die darauf entdeckbare Detailfülle im Gesamten erschließt.
Bei „Tap Of The Condult“ offenbaren sich gar PINK FLOYD-Gesangsstrukturen, was zunächst überraschend erscheint, doch gerade hinsichtlich solcher Nummern in der Tat Sinn ergibt. Auch wenn manche Kollegschaft dieses Werk in hohe 9er-Regionen katapultiert, zieht meine Wenigkeit die Bremse, so weit ist es noch nicht. Dafür müsste der Gesang ausdrucksstärker und gemessen am Songinhalt um einiges heroischer klingen, was trotz ansprechender Kompositionen selbst auch mal fünf bis sechs Minuten überschreitender Spielzeit bedauerlicherweise nicht gegeben ist.
Fazit: Sauberer Epic Metal auf unerhört flexiblem Level einschließlich nebulöser Gesangsfacetten, der sich zunehmend mehr öffnet, dafür auch schon mal seine zwei, drei Durchläufe benötigt, dann umso intensiver greifen sollte. - Toll! 8/10

