ACID FORCE - World Targets In Megadeaths

VÖ: 03.11.2023
(Jawbreaker Records)
Style: Thrash Metal
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ACID FORCE
Wie schon der Titel einschließlich plakatives Coverartwork aussagen finden sich auf dieser Scheibe der zweiten Studiolangrille 'World Targets In Megadeaths" verzapft vom 2014 gegründeten Slowakenquartett ACID FORCE Parallelen zu frühen 80er MEGADETH-Alben wie "Killing Is My Bussiness... and Bussiness Is Good!" „Peace Sells, but who's Buying...?“ und "So Far, so good, so What! als die Mustaine Truppe ganz deutlich im Thrashsektor verankert war. Das wird sofort bei „Out Of The Trench“ deutlich. Was zunächst wie ein purer MEGADETH-Abklatsch wirkt, beinhaltet weitaus mehr und würde in dieser Einschätzung der Band keineswegs wirklich gerecht.
Shouter/Gitarrist Andrey Pedro und seine drei engagierten Mitstreiter feuern sieben durch antipolitisch gesteuerter Attitüde einschließlich Gesellschaftskritik gefütterte Nummern plus ein Instrumental aus der Hüfte, die sich mitten im Fokus zwischen (logischerweise – MEGADETH, VIOLENCE, METALLICA und räudiger VENOM-Schlagseite (!) bewegend auch NWOBHM-Einflüsse beinhalten. Extrem stark gefallen die gelungenen Rhythmustempowechsel der Truppe aus Banská Bystrica inklusive bockstarker Leadgitarrenarbeit. Das Rad erfinden ACID FORCE sicher nicht neu, dafür machen sie ihr Ding allerdings wirklich gut, weil das ganze mit reichlich spieltechnischer Finesse gezockt wird. „Preachers Of Mayhem“ thrasht sich irgendwo zwischen MEGADETH, METALLICA zur goldenen 80er Ära liegenden Ergüssen, EXODUS und VENOM den Weg frei, „Rebirth of The Sun“ hat anfänglich etwas von DIAMOND HEAD, ehe der Schalter umgelegt wird. Zeitweise klingt der Gesang verzerrt nach räudigem Cronos-Anstrich, die mit fesselnd melancholischer Akustik ausklingt. „Praise The Atom“ lässt schon mal Hardcore-Anstrich aufblitzen – für Abwechslung ist gesorgt. „Lightning Crops“ vereinigt early IRON MAIDEN, DIAMOND HEAD und MEGADETH gekonnt mit VENOM-Spirit und tritt darüber mit immenser Leidenschaft beseelt heftig Arsch! Im fünfminütigen Intro „Beyond The Concrete Fields“ spiegeln sich Parallelen der 'So Far, so good, so What-Phase“ in den 80ern bis 92er-'Countdown To Extinction'-Release danach packt der Titeltrack zunächst satte Midtempogrooves vorausschickend abermals den Thrashhobel aus. 36:34 Minuten lohnender Gesamtspielzeit für Thrashmaniacs, die bei Bedarf dringend reinhören sollten!
Fazit: Oldschool-Thrash auf Abwechslungsreichem Kurs, dem es gelingt, Impulse zu setzen, getreu dem 80er Motto: - Bang That Head, that doesn't Bang! 8/10
Michael Toscher

