GENUS ORDINIS DEI – The Beginning

VÖ: 08.12.23
(Eclipse Records)
Genre:
Melodic Death Metal
Homepage:
GENUS ORDINIS DEI
Nach "Glare of Deliverance" (2020) folgt mit "The Beginning" jetzt der vierte Longplayer von GENUS ORDINIS DEI. Bei den Bandmitgliedern handelt es sich um einen engen Kreis von italienischen Berufsmusiklehrern. Wie schon beim Vorgängeralbum werden diverse Songs von hochprofessionellen Videos begleitet und bilden so eine Form von Kurzgeschichten oder aneinandergereiht auch eine Art von kurzer Serie (alle 10 Stücke wurden ja verfilmt). Während auf "Glare of Deliverance" das zentrale Thema die Geschichte einer in der mittelalterlichen Inquisition verfolgten jungen Frau bildete, geht es auf „The Beginning“ um die ästhetischen Extreme: Blut und Licht, Kannibalismus und Familienbande, Verrat und Liebe, Barbarei und Magie. Über 60 Minuten und 12 Stücke (inkl. zwei kurzen Instrumentals) hinweg, von erneut vier sehenswerten Videos begleitet, geht es diesmal um die Geschichte eines Geschwisterpaares, das in prähistorischer Zeit einem Stamm von Kannibalen angehört und nach der Wahrheit über ihre Religion und die Ursprünge der Existenz der Menschheit sucht. Diese mit monumental behafteter Dramaturgie ausgewählten Stücke („Changing Star“, „Genesis“, „For A New God“ und „The Fortress Without Gates“) stehen exemplarisch für die aktuelle Melodeath orientierte Musik des Trios aus Crema. Fast gänzlich in den Hintergrund gerückt sind die orchestralen Synthies der Anfangszeit von GOD, was gerade den neuen Songs sehr gut zu Gesicht steht. Man schafft es mit melodisch epischen Chören und eben den wechselnden Death-Vocals (Growls, Screams) und eben dem Klargesang, die teils extremen bzw. emotionalen Phasen in den Stücken auszumalen. Beste Beispiele sind hierfür das sehr abwechslungsreich arrangierte, 7-minütige Album Opener „Aeternus“, das ebenfalls zu den Herzstücken des Albums zählt und das 6-mimütige und von der Basis her recht düstere treibende „The Divine Order“. Ebenso bestimmen immer wieder wechselnde Gitarren- und Drum Parts das Geschehen. Die Musik füllt die durchweg mystischen Texte förmlich mit Leben und damit verbundener Vorstellungskraft. Ausfälle oder Lückenfüller sucht man auf dem gut produzierten Album vergebens.
Mein Tipp: „The Beginning“ und sein Vorgänger „Glare of Deliverance“ findet man in absolut sehenswerter visueller Gestaltung als Video oder Audiotracks auf dem Youtube Kanal von GENUS ORDINIS DIE.
Für das Epos „The Beginning“ gib es von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!
Punkte: 9/10

