NOBODY'S FOOL - Time

VÖ: 12.01.2023
(Battlegod Productions)
Style: Classic Hard Rock
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NOBODY'S FOOL
NOBODY'S FOOL ist ein Titel der US-Glamrockband CINDERELLA und ein erfolgreicher dazu, der seinerzeit 1986 von MTV reichlich viel Airplay bekam. Gleichnamige Combo existiert nunmehr seit immerhin 22 Jahren, genauer 2002, haben bis dato drei Studioalben veröffentlicht und legen im Januar des frisch gestarteten Neuen Jahres 2024 ihr viertes nach. Dieses weitestgehend unbekannte Eigengewächs der gewaltigen mitunter breit aufgestellten Hard n' Heavy-Szene aus Down Under hat den Groove im Blut. DEF LEPPARD zu deren Frühphase, VAN HALEN, AC/DC, LED ZEPPELIN, CINDERELLA und SKID ROW dürften zu den wichtigsten ins Ohr dringenden Haupteinflüssen der im noch frischen Jahr 2024 auf dem vierten Studiolangdreher kraftvolle Gitarrenriffs, aufreisserische Stadionrockattitüde und mitsingbare Refrains verarbeitenden Truppe gehören.
Songmaterialtechnisch bewegt man sich innerhalb der dreieinhalb bis knapp unter fünf Minuten-Grenze, bleibt dabei von catchy Refrains umrahmt of im schmissigen Groove. Nummern wie der Albumtiteltrack „Time“, die Massenkompatiblen Mainstream-Stadionrockhymnen „ „Cherrie“, “Eye For an Eye“, „One More Lie“ sowie der von anrüchigem Flair gespeiste Streetrocker „On The Road“ röhren geradlinig, angriffslustig einschließlich kehliger Stimmlage mit fetzigem Drive. Wenn es ein gravierendes Manko an diesem für klassische Hard Rock-Fans auf den ersten Blick empfehlenswerten Album gibt, dann dies: Bei aller Griffigkeit ihres zackig heavy rockenden Songmaterials bewegen sich NOBODY's FOOL im Regelfall viel mehr auf Nummer sicher gehend shäufig im gleichen Tempo anstatt sich davon lösend, Ketten sprengend mal etwas mehr zu riskieren, beispielsweise einen heftige Attacke fahrenden Speednackenbrecher als Kontrast zur Ballade „Don't Cry For Me“ mit ins Programm zu nehmen. Zum Ausklang hat man sich mutigerweise an einer Version des JUDAS PRIEST-Alltime-Evergreens zum jederzeit bierseeligen Mitsingen, - „Another Thing Coming“ - versucht, die wird ungewohnt ruppig in einer krachenden, dem Original verstärkt standhaltenden Fassung weg geröhrt, worin sich bestätigt, dass ein wenig mehr Risiko durchaus lohnt.
Fazit: Besser hätten es wahrscheinlich selbst die bekanntesten Euro/US-Stadion Hard Rockacts nicht gemacht. Musik die Finger, Kopf und Fuß fast durchweg im Takt mitwippen lässt und auf Anhieb Laune versprüht, doch künftig mehr aus ihrer bisherigen sich allzu sehr oft gleichenden Komfortzone ausbrechen sollte. 7,2/10

