DYMYTRY – Five Angry Men

01 dymytry

VÖ: 26.01.24
(AFM Records/Soulfood)

Genre:
Psy-Core, Modern Metal

Homepage:
DYMYTRY

Gleich mehrere Punkte ließen mich auf die bereits 2003 gegründete tschechische Band DYMYTRY in den letzten Monaten aufmerksam werden. Zum einen singt dort mit Alen Ljubic (Ex-GLOOMBALL) ein mir bekannter, sehr talentierter Fotograf und Sänger, der jetzt sein zweites Album bei den Tschechen eingesungen hat („Revolt“ 2021, Wiederauflage des 2019 erschienen Longplayers „Revolter“ nur in englischer statt tschechischer Sprache) und die Tatsache, dass man mit der Album Vorab-Single „Everything is Black“ einen echten Hit am Start hat. Aber betrachten wir die 10 neuen Stücke mal im Gesamten, um zu erfahren was sich hinter dem Begriff Psy-Core verbirgt.
Der Opener „Enemy List“, ein Synthie unterstützter, druckvoll, melodischer Modern Metal Track, behaftet mit LORDI meets FIVE FINGER DEATH PUNCH Anleihen, geht ebenso direkt ins Ohr wie die Airplay taugliche Hammer-Smasher „Everything is Black“. In die Songs kann man wirklich viele Einflüsse hineininterpretieren wie z. B. „Wake Me Up (Before We Die)“, ein Mix aus poppigen LORDI, stampfendem ELECTRIC CALLBOY Beat und STONE SOUR Alternativ-Vibes oder das ebenfalls sehr eingängig, balladeske umarrangierte AGAINST THE CURRENT Cover „Legends Never Die“. Ein abgewandeltes METALLICA Gitarren-Riff zu Beginn von „Three Steps To Hell“ klingt gut, aber der O-Ho-Part lässt das Stück bei mir dann durchrutschen. Der vielschichtige Modern Metal Track „In Death wie Trust“ führt definitiv zurück in die Spur und wird hierbei vom nächsten Ohrwurm, dem treibenden Modern Rocker „Dead Living Dead“ unterstützt. Entgegen den SABATON Gewohnheiten besingt „1939“ keine Weltkriegs-Schlachten, sondern stellt sich als Anti-Kriegssong dar. Mit Synthie-Samples unterstützten „The Revenant“ unterstreicht man den Hang zum Balladesken und dem mit Sprechgesang ausgestatteten Titeltrack „Five Anry Men“ eben den Fingerzeig zum Modern Metal/Core.

Das Konzept, sich von der breiten Masse abzuheben, bezeichne ich bei DYMYTRY als gelungen. Ich mache das nicht an der Maskierung fest, die ähnlich wie bei SLIPKNOT ausfällt, sondern am Aufbau und den ständig Genre übergreifenden, stimmigen Arrangements innerhalb der Songs auf „Five Angry Men“ fest. Wenn das Psy-Core sein sollte, habe ich etwas dazu gelernt und die fünf dürfen gerne weiter wütend ihre Songs auf uns Hörer loslassen.

Punkte: 8,5/10

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