DEAFHEAVEN - Lonely People With Power

03 deafheaven

VÖ: 28.03.25
(Roadrunner Records/Warner Music)

Genre:
Blackgaze, Post Black Metal

Homepage:
DEAFHEAVEN

DEAFHEAVEN gehören bei mir definitiv zur Sparte Horizonterweiterung. Die Band gründete sich vor gut 15 Jahren in San Francisco als Duo, veröffentlichte 2013 mit dem Album „Sunbather“ einen das damalige Genre neu definierenden Blackgaze Klassiker, der bis heute zu den 100 besten Metal Alben des Rolling Stone Magazins gehört und ihr 2018 veröffentlichter Longplayer („Ordinary Corrupt Human Love“) verhalf der Truppe zur ersten GRAMMY-Nominierung. Wenn früher die Härte des Black Metals und die Milde des Shoegaze vermischt wurden, das letzte Album „Infinite Granite“ (2021) dem Black Metal zu Gunsten des Post-, Alternative Rock und des Shoegazing fast gänzlich absprach, steht auf der jetzt sechsten Langrille "Lonely People With Power" der Black Metal Anteil wieder hoch im Kurs. Textinhaltlich beschäftigt sich Sänger und Schreihals George Clarke diesmal mit der Thematik der Kunst des Einflusses auf andere, was inhaltlich viel Spielraum in der Auslegung zulässt. Über satte 62 Minuten Spielzeit hinweg, verteilt auf 12 Songs wird dem Hörer reichlich musikalische Abwechslung geboten. Nach einem kurzen Intro agiert das im Post Black Metal angesiedelte, über sechs Minuten lange „Doberman“ mit sehr melodisch emotionalen Klängen und entpuppt sich als ein erstes Albumhighlight. Treibender Blastbeat durch sanfte Breakdown Übergänge metallisch riffend und ebenfalls wieder keifend kreischend intoniert, schließt sich ebenso eingängig „Magnolia“ an. Die vielseitige Kontrastwelt von DEAFHEAVEN wird erstmals beim fast schon sanften „The Garden Route“ ausgelebt und findet sich im feinfühligen zweistimmig gesungenen „Heathen“ wieder und gipfelt im unfassbar abwechslungsreichen „Amethyst“. Heute fast schon üblich sind Gastfeatures. Deren zwei finden sich auf den sphärischen, hauptsächlich instrumental gehaltenen Stücken „Incidental II“ (Jae Matthews, BOY HARSHER) und „Incidental III“ (Paul Banks, INTERPOL) wieder. Fast schon im krassen Gegensatz dazu stehen die Black/Death Walzen wie das fast schon dramaturgisch aufgebaute „Revelator“, das groovend treibende „Body Behavior“ oder der sphärisch ausgelegte Schlusstrack „The Marvelous Orange Tree“.

DEAFHEAVEN‘s “Lonely People With Power” ist eine herrlich intensive und gefühlsbetonte Klanglandschaft, deren Spannungsfelder die ein oder andere Gänsehaut beim Hören erzeugen.

Punkte: 8,5/10

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.