NORTT - Dødssang


VÖ: 28.03.2025
(Avantgarde Music)

Style: Blackened Doom

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NORTT

Mit düster unheilschwangerem Eröffnungsintro "Dodsangg" (aufgewertet durch Bombasteffekte - Sturmrauschen, Glockenschläge, Choräle, düsterer Sprechpart,)  läutet Ein-Mann- Black Metal Doom-Musiker NORTT sein fünftes Studioalbum ein. So intensiv sphärenlastig düster wie es bereits im Intro angedeutet wird, geht es durchweg auf der gesamten Scheibe zu. Weit entfernt von strahlend Sonnenschein türmen sich dichte bedrohlich schwarze Gewitterwolken am Himmel auf, ehe der gefährliche Sturm losbricht! Umgeben von eleganter Avantgardeklang-Ästhetik walzen sich die Kompositionen aus den Boxen. Tief gelegte Deathgrowls eingelegt in bizarr weltentrückte Sphärenmonumentalepik gehören ebenso zu einem Release wie 'Dodsang' wo allein der Titel alles sagt. Das Grundgerüst der gedehnt zwischen 5:30 bis 8:45 Minuten Atmosphäre aufbauenden Songs ist im Regelfall zermürbend langsam schleppend zähfließend. Melancholiebögen verbunden mit Schleiern aus Trauer und Hoffnungslosigkeit geben schrittweise zunehmend mehr auf den Punkt zusteuernder Trostlosigkeit voluminösen Anstrich Form und Inhalt.

Dort, wo das Intro begann, endet das Outro mit verstörendem Engelsgesang „Udslukt“. Spannungsgeladener Trauerweidentobak finsterster Art der weder zum Kaffeplausch noch zum vergnügten Heavy Metal/Rock n'Roll-Fest lädt. Musik die offenbart, dass es Graustufen zwischen schwarz und weiß existieren, deren Inhalte einer bestimmten Fanschicht angedacht sind, weil den meisten bereits nach wenigen Minuten während sich das Ding im Player dreht, das Blut in den Adern gefrieren würde!

Fazit: Keine Musik für Romantik in Vollmondnächten bei Kerzenschein, sondern abgrundtief zermürbend bleierne Grabnebelschwere, deren beissende Finsternis gehüllt in dunkelmelancholisch depressiver Schwärze aus dem Äther kriecht...7/10