DUNE AURORA - Ice Age Desert


VÖ: 21.11.2025
(Argonauta Records)

Style: Heavy Psychedelic Stoner-Rock

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DUNE AURORA

NWOEFR = New Wave of European Fuzz Rock gilt als eine Abkürzung für den möglicherweise selbst so benannten Stil des italienischen Damentrios DUNE AURORA, dessen 'Ice Age Desert' benanntes Debüt aktuell seine Runden im CD-Player dreht. Kräftig nachhallende Fuzzgitarrenakkorde, bestimmen deutlich den Grundtenor verbunden durch berauschend melancholische Stimmungsbilder. Dem Italienerinnentrio gelingt es bei allen Songs natürlich wie urige kraftvoll sich im Raum ausbreitende Sphärenlastik zu erzeugen. Das Damentrio um Sängerin /Gitarristin Ginny Wagon deren Organ aus dem Bauch kommend kehlig, intensiv gequält, beschwörend, erforderlichenfalls klagend ausdrucksstarker Gesang von ihren Bandkolleginnen Roberta Finiguerra (Bass) und Serena Bodratto (Drums) durch Background-Vocals unterstützt wird, präsentiert harmonischen Psychedelic-Stonerrock schwermütig monolithisch auf kraftvoll fett groovender Basis, dessen vielseitig melodisches Klangspektrum druckvoll heavy durch den Äther wabert. Dort, wo es bei zahlreich männlicher Kollegschaft ausufernd behäbig schleppend zur Sache geht, kommen die Mädels mit heftig treibenden Akkorden auf den Punkt.

Wummernde Fuzzgitarrenriffs, punktgenaues Schlagzeugspiel und pumpende Bassrhythmen produziert im zeitgemäßen Gewand sollen für die Anhängerschaft zwischen Heavy-Stoner-, Psychedelic, Grunge, und schwermütigem Rock effektiv ins Gehör laufen. Kraftvolle Psychedelic Stoner Rocker wie „Tundra“, „Burning Waters“ oder „Dune Chameleon“, der knackig flotte direkt zur Sache gehende Stonerrocker „Trapdoor“, „Fire“ (in gedehnter Version) oder ein hungrig zubeissend von rollenden Grooves vorwärts getriebenes „Crocodile“ wo zwischendurch allein tougher Schlagzeugbeat den Rhtyhmus vorgibt, ehe die Gitarren sprechen, sollten selbst kritischsten Zweiflern Wind aus den Segeln genommen haben. Erfreulicher weise gelingt es diesem begabten Frauentrio mit soviel Feuer im Ofen, männlicher Kollegeschaft ebenbürtig zu sein. Sogar bei fünf bis Sechsminütern erzeugt das Trio fesselnd unter die Haut gehend knisternde Spannung. Dieses Ladytrio hat es voll drauf! Schleppend Stonerlastige Kost darf ebenso wenig fehlen, siehe „Sunless Queen“.Pluspunkte verbucht das beschlagene Damen-Trio allein des enorm hohen Wiederkennungswerts wegen, was reichlich vorhandenes Potential offenlegt.

Fazit: Stonerfans, die Kapellen wie ACID KING, JESS AND THE ANCIENT ONES, RUBY THE HATCHET oder UNCLE ACID & THE DEADBEATS zu seinen Faves zählen, sollten an DUNE AURORA ebenso sicher Gefallen finden. Gehaltvoll vielschichtig das Genre bereichender Heavy-Psych-Stoner-Tobak! 9/10