BLACK MAGIC TREE - Terra

VÖ: Bereits erschienen
(Majestic Mountain Records)
Style: Heavy Psychedelic Rock
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BLACK MAGIC TREE
Groovige Rock Rhythmen, sahnige Melodien und jede Menge harter Psychedelic Blues, verbunden mit einem für griffige Rockmucke Abenteuerfeeling (lasst euch von dem Bandnamen bloß nicht abschrecken!) sind hier auszumachen. 2021 erschien das Debüt 'Into The Grapevine', dem zuvor die 'Animals and Man'-Ep der 2018 gegründeten Band voraus ging. Eine Single wie „Burning Berlin“ zeigt schon, wieviel Rebellischer Geist in der Truppe stekt. Musikalisch nähern sich BLACK MAGIC TREE etwa BLACK SABBATH, CREAM, DOORS, GRAVEYEARD, LED ZEPPELIN, RIVAL SONS, TITA & TARANTULA, frühen YEAR OF THE GOAT und WOLFMOTHER an. Das beste: Alle Stücke sind individuell gehalten, Wiederkennungswert wird bei BLACK MAGIC TREE auf Terra großgeschrieben.
Fans erwähnter Bandschnittmenge kommen voll auf ihre Kosten. Kraftvoll erdig ein mitreissendes Leadgitarren-Feuerwerk rauslassend, rockt sich „Time Parrots“ (Hit Me Up) ins Gehör, „Popcorn & Coke“ gehr ähnlich zackig nach vorn, „Pagos“ einschließlich exotischem Part wirkt schon beinahe wie krachender Piraten-Rock, „Grace“ bricht wie ein Feuersturm über das Gemüt herein. Folkig Avantgardistische Seiten unterstreicht der stellenweise hymnenhafte Grower „Chasing The Light“, das Folgestück „Love and Doubt“ erinnert massiv an TITO & TARANTULA, während „Summer“ im erdigen Rock n' Roll-Stile groovt, plötzlich Latino-Drumrhythmen und Gesänge integriert, ehe tempomässig im treibenden Rockmodus forciert wird. Die Rhythmusfraktion gibt sich sehr basisch, musikalischen Vorbildern angelehnt. „Roadway“ beginnt zunächst gediegen, schaltet aber schnell in fetzig rockenden Gitarrengroove um einschließlich Schwungvoller Leadsoli. „Veleno“ knallt am Schluß im kräftigen Stakkatobeat, wandelt sich zum Grooverocker, nimmt kurz mal Tempo raus, zieht es danach wieder an, abrupt kommt ein epischer knietief ins Nachdenkliche gleitender Brückenpart, ehe ein Theatralischer Abgang mit Sprechpart für den Ausklang sorgt. In der Tat ein sehr vielschichtiges Album, so exotisch gewürzt wie der Papagei auf dem Coverartwork präsentiert sich 'Terra'
Was mir im Allgemeinen sehr gefällt, sind überraschende Rhythmus-Tempo-Wechsel-Variationen, ohne dass die Kurslinie verloren geht. Mal Hymnisch, dann wieder nachdenklich ein andermal melancholisch und bei Bedarf auch exotische Klankultur einbauend oder Vollgas mit dem Dampfhammer vorwärts preschend! –
Feiner zugleich ungemein variabler Retrorock auf zeitweise hohem Energielevel für ein gemischtes 70er-Rockfanspektrum zwischen BLACK SABBATH, CREAM, DOORS, GRAVEYEARD, LED ZEPPELIN, RIVAL SONS und WOLFMOTHER.
Fazit: - Schwungvoller Heavy Psychedelic Rock, den die Retroszene braucht! 8/10

