SANDRA DEE - Visions Of Pain



VÖ: 07.06.11
(Eönian Records)


Homepage:
www.eonianrecords.com

 


Manchmal frage ich mich, ob Eönioan Records mit ihren Releasen den eh schon kränkelnden Musikmarkt bereichern oder einfach nur verärgern wollen. Mit Sandra Dee trifft in diesem Fall bei mir eher zweites zu. „Visions of Pain“ stellt ein völlig überflüssiges Herz- und Seelenloses Werk der Chicagoer Eintagsfliege dar, die von 1989 – 92 die dortigen Clubs unsicher machten. Da dieses auf gehobenen Demo Niveau liegende Album zudem einen eher fragwürdigen Sound und Mix besitzt, kann sich die Scheibe zu keiner Zeit mit heutigen Standards in Punkto Klang oder Technik messen. Einzig das sehr informative und vielfältige Booklet findet hier meine Zustimmung und sollte als nette Art von Nachruf betrachtet werden. Die 10 hier enthaltenen Songs orientieren sich alle ausnahmslos an damaligen endachtziger Szenegrößen. Blues Rock gemischt mit Metal, endlos wiederholten einfallslosen Refrains und schlecht kopierten Influenzen, neben diversen W.A.S.P. Sprenkeln. „Heading Home“ geht vor allem gesanglich sehr stark die Wege von Blacky Lawless, während „Taking Higher“ mit seiner atmosphärischen Einleitung bei „The Headless Children“ klaut. Aber auch Mötley Crüe oder Warrant werden hier schonungslos kopiert. Nur leider ebenfalls recht schlecht.
Fazit: Eine Band, die es aus gutem Grund nicht geschafft hat. Banale schlechte Songs in Reihe, die sich in Belanglosigkeit verlieren und bar jeder eigenen Idee geschrieben wurden. Diese Scheibe ist ein überflüssiges Ärgernis und eine Verschwendung von Rohstoffen. Lese ich von solider Fanbase, so frage ich mich, wer Sandra Dee mit diesem Schrott über 20 Jahre lang supportet haben soll! Finger weg.