THE RUINS OF BEVERAST - Tempelschlaf

VÖ: 09.01.2025
(Ván Records/Soulfood)
Style: Atmosphärischer Blackened Gothic-Doom-Death Metal mit Zusätzen
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THE RUINS OF BEVERAST
Metalheads, ihr seht schon, die Stilbeschreibung der neuen THE RUINS OF BEVERAST fällt sehr vielschichtig aus, wie das Album selbst entsprechend gestrickt ist. 'Tempelschlaf' heißt es. Darauf vermischen sich kräftiger Dunkel -Gothic-Metal-Spirit in TYPE O NEGATIVE-Gewandung, derbe early DIMMU BORGIR/EMPEROR/ SATYRICON-Black Metalrasereien , doomige Schwermutheavyness im Sinne von MY DYING BRIDE, opulente Filigran-Melancholiebrücken, abrupt ausbrechende Blastbeat-Massaker verbunden durch träumerisch epische Sphärenübergangs-Szenarien, bei denen es kalt den Rücken herunterläuft. Alexander von Meilenwald gilt als echtes Szene-Original, dessen Musik trotz ungewöhnlich ruhigerer Ausrichtung als bisher sonst keineswegs durchweg still und gediegen, dafür intensiv mitreissend enorm vielseitig strukturiert plus hohem Eigenständigkeitsfaktor ausfällt. Von Ideenmangel nicht die geringste Spur. Der Kontrast zwischen schwermütig melancholischem Gesang und heißerem Gekeif gehört enenso dazu wie das Wechselspiel zwischen Momenten stimmungsvoll sanfter Zerbrechlichkeit, gequält majestätischer Epik und unuaufhaltsam rasenden Zornausbrüchen. Gekleidet in ein anspruchsvolles Coverartwork stimmt auf diesem feinen verspielt abwechslungsreichen Extrem-Sphären-Metal-Trip so ziemlich alles.
Alexander von Meilenwald gräbt auf Studioalbum nummer sieben wieder ganz tief in der Mythen-/Erzählungen/Geschichten/Legenden-Schatztrue aus dunkel-geheimnisvollen Winkeln,wo niemand hingelangt, in den Ruinen von Beverast.Beginnend beim Titeltrack „Tempelschlaf“ über irrsinnig brutale Raserei mit atmosphärischem Anteil u. a. „The Day Of The Poacher“ sowie von mächtig viel heroisch epischer Schlagseite und zeitweise gar Thrashtakte sprechen lassender „Alpha Fluids“ deren Intensität sich in brachiales Blackmetalgeschredder steigert, bis zur drei zehn Minütigen Schlußoffensive „The Carrion Cocoon“ verarbeitet der Individualist hinter THE RUINS OF BEVERAST unterschiedliche Einflusspektren aus dem Gothic-, Black, Doom-, Death Metalsektor einschließlich mancher Viking/Pagan-Referenzen zu einer gehaltvollen Melange an der es kein vorbei gibt.
Festzuhalten bleibt: 'Tempelschlaf' ist wie das Groß der bisherigen Alben des vielseitigen Individualisten ein anspruchsvolles Kunstwerk sich selbst ergänzender Extreme dessen schöpferisches Füllhorn permanent neue Überraschungen hinsichtlich Emotionsvielfalt, Stil-, Rhythmus-, Takt-, und Tempo- sowie damit einhergehender Stimmungswechsel im Einklang zum jeweiligen Härtegrad bereit hält.
Fazit: - Großes XXL-Kino für Extrem-Sphären-Metal-Anhängerschaft! 9/10

