VENGER - Time Of Legends


VÖ: 09.01.2026
(Silver Lining Music)

Style: Classic Hard Rock/Heavy Metal/Progressive Heavy Metal

Homepage:
VENGER

VENGER sind seit knapp zwei Jahren dabei. 2024 gegründet, bewegt sich diese kombiniert englisch-österreichisch-norwegische Fusion, die sich klassischem Heavy Metal widmet. Bekanntester Name dieser international aufgestellten Truppe ist SAXON-Gitarrist Doug Scarrat. Franz Bauer, Vocalist bei den österreichischen Traditionsmetallern ROADWOLF ist auch kein Unbekannter, ebenso wenig Vielseitigkeitsmusiker James Fogarty alias Mr. Fog (u. a. Old FOREST/Ex-IN THE WOODS), der in diversen englischen Bands zwischen Heavy- bis Black Metal mitwirkt. Mit NATTEHIMMEL/ STRANGE NEW DAWN-Drummer Sven Rothe aus Norwegen ist das Quartett vollständig. Ein solch internationales Quartett weckt natürlich Erwartungen.

'Times of Legend' ist schon mal ein Appetit anregender Titel für dieses Debüt, einer schon durch ihre Hauptbands geprägten Riege. Dieses Album wird vom Labels als eine Odysse beschrieben, was auch zutreffend ist. Thematisch werden Bereiche wie Euphology, Wahnehmung, Folklore, Geschichte und Fantasy ausgeschöpft. Jeder Song stellt eine Geschichte für sich dar, die alle zusammen ein Ganzes bilden.

Im ersten Video „From Worlds Unknown“ kommt das britische Heiligtum 'Stonehenge' vor, womit der mystische Hintergrund für den Song rein optisch mitgeliefert ist. Inhaltlich erinnert der Song an eine Mischung aus ACCEPT, JUDAS PRIEST und SAXON, der Faustreckpart in der Mitte könnte glatt als Gruß an die Solinger Klingenstahlschmiede ACCEPT durchgehen. Flotter als der vorherige Singletrack kommt Singleauskopplung numero zwei „Navigate The Labyrinth“ zur Sache. Doug Scarrats erlesene Melodielinien treffen opulent progressiv ins theatralische gleitende Strukturen mit zugehörigem Gesangsmuster. Satten Powergroovern vom Typ „Pharaoh's Curse“ oder „Navigate The Labyrinth“ oder „The Legend Still Remains“ steht ein gediegen beginnendes, im weiteren Verlauf sich dann erheblich steigerndes im Sinne Progressiver IRON MAIDEN-Alben klingendes „Crystal Gazer“ entgegen, dessen Wirkungsgrad sich mit SAXON-Influenca verbindet. Ebenso interessanten Kontrast bildet das in düster-heroische Gefilde hinein driftende schon ein wenig an KING DIAMOND zeitweise auch ACCEPT, JUDAS PRIEST nur ohne deren Gesang denken lassendes „Throw The Switch“. Dunkle Pigmentflecken weist auch das zeitweilig tempogedrosselte Progparts mit Chorarrangements zum Vorschein bringende „Seance“ auf, während „Impaler of Souls“ von leicht unheimlichem Horrorfeeling umgeben den Geist von SAVATAGE, QUEENSRYCHE und CRIMSON GLORY beschwört. Wahrlich feines Kraftfutter!„Tower of Babel“ bündelt am Ende nocheinmal alle Vorzüge dieser tollen Scheibe, da kommen zwischenzeitlich nocheinmal Maestro Doug Scarrat's hingebungsvoll mit Liebe, Leidenschaft und Herzblut prägnant das Schaffen von SAXON ins Gedächtnis rufende Riffs und Leadsoli zum Vorschein.

Fazit: Ein herrlich mitreissend vielseitiges Hard Rock/Progressive Heavy Metal-Gebräu, das sowohl ACCEPT, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, SAXON als auch SAVATAGE, QUEENSRYCHE oder CRIMSON GLORY-Fans anspricht, also nicht nur Anhängerschaft der Hauptbands des internationalen Vierers gefallen könnte. - Intensiver, bestens ausbalancierter Heavy Metal-Tobak zwischen geradlinig und vertrackt. - Imposant und wirklich durchaus gelungen! 8,5/10





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