IMPERATORE - The Lionspirit


VÖ: Bereits erschienen
(Rockshots Records)

Style: Symphonic Progressive Rock/Metal

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IMPERATORE

'The Ides of March' hinlänglich vom 1981er IRON MAIDEN-Klassikerrelease 'Killers'-bekannt, mutet in symphonisch operettenhafter Variante zunächst mehr als gewöhnungsbedürftig an, passt allerdings völlig zu dem, was IMPERATORE machen. Es handelt sich um ein Australische Symphonic Metal-Trio auf dessen mittlerweile dritten Studiorelease epischer Bombast im zeitgemäß produzierten Gewand regiert. Zwei Vorgängerscheiben folgt in 'The Lionspirit' der seit Dezember 2025 in den Regalen stehende Dritte Streich. Gitarrist Zoran Cunjak besitzt ein deutlich mehr ins Operettenhafte hin tendierendes Organ, Streicher gehören bei aller Liebe zum Detail ebenso dazu. „Orion“ oder „Between The Worlds“dessen kantige Riffpower getaucht in feinfühlige Melodien sich prickelnd zueinander ergänzen sind von reichlich Bewegung erfüllt, selbiges gilt für den melancholischen Rocker „Men in Pain“, wo heroischer Bombast melodramatisches theatralisches Power-Prog-Feeling trifft. Ein Didgeridoo kommt gezielt bei „Australian“ zum Einsatz, womit den australischen Ureinwohnern (Aborigines) zu Ehren gedacht wird, schon dafür gibt es einen halben Extrapunkt. „All of Us“ ist zeitweilig verschachtelt, von düsterem Unterton geprägt, das emotionelle von Geigen, sanfter Zerbrechlichkeit und heroischer Klage umgebene „Treachery“ badet in Trauerflor und Theatralik. Egal, ob sich jemand an den Progressiven Parts beisst: Spiel technisch ist bei den Australiern alles im grünen Bereich. „Il Glatiatore“ erweist sich als unmittelbar ans Ende gestelltes Instrumentalstück italienischer Sprache.

Rock, Classic, Epic, Oper, Progressive, Heavy Metal und Symphonische Sounds im Cola-Lightmodus bilden hier eine kunterbund ins Gehör laufende Mischung, die zumindest bei Genrefans ganz ordentlich einschlagen müsste. Symphonic Power Metal seltener Sorte, zumal hier ein Trio fungiert, dass dieses Album so wirken lässt als wäre da ein ganzes Orchester mit am Start, was nicht wirklich der Fall ist. Trotz dieses gewichtigen Kriteriums fügen sich nicht alles nathlos ineinander, jedoch ist die mit so vielen Extremen angehäufte Mischung vielleicht nicht eines jeden Sache. Spieltechnisch gesehen hat die Band etwas auf dem Kasten, deren Bemühen, das ganze anspruchsvoll klingen zu lassen, durchaus ehrenwert ist.

Fazit: Epische zeitweise heftig anspruchsvolle Fusion aus Bombast, Progressive Metal/Symphonic/Power Metal/Oper und Theatralik, - ein Muss für Genrefans! 8/10

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