MAYHEM - Liturgy Of Death

VÖ: 06.02.2026
(Century Media Records)
Style: Black Metal
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MAYHEM
Die Urgesteine des Black Metals sind wieder da und gleich der Intro Part des Openers „Ephemeral Eternity“ hat so was von dämonischem an sich, das man sich schon gruseln kann. Die Musik ist dann recht schleppend und klingt von den Vocals her wie eine Beschwörung, um dann zu einem Mid Tempo Hammer zu werden, wo gerade Drummer Hellhammer mit den Double Bass anständig für Wallung sorgt. Zudem bauen MAYHEM hier eine extrem geile Atmosphäre auf und bei „Despair“ rasen die Herren nicht nur wie die Berserker, vor allem Sänger Attila Csihar ist hier eine wahre Macht. Die Nummer fegt fast wie zu frühen Tagen der Truppe und auch „Weep For Nothing“ bläst mir voll die Rübe weg. Herrlich klirrendes Riffing, Attila ist Bestform und auch das aufkommende, diabolische Mid Tempo ist ein Garant für Black Metal de Luxe. Wahnsinn, wie Hellhammer bei „Aoen's End“ die Felle verdrischt, wir eine rohe Black Metal Nummer voll in die Fresse bekommen und am Ende noch ein großartiges Solo ansteht. „Funeral Of Existence“ hat anfangs sogar was hymnisches an sich, um uns dann erbarmungslos zu verdreschen. Mit „Realm Of Endless Misery“ beschreiten MAYHEM weiter den Weg der Zerstörung, um dann im Mid Tempo technische Feinheiten und klirrendes Riffing von der Leine zu lassen. „PropitiousDeath“ knüppelt dann wieder in massiver Form drauf, dann wird mit herrlich rollenden Double Bass das Tempo etwas runter geschraubt, um die dichte und bedrückende Atmosphäre hoch zu pushen. Zäh wie aus dem Schlund der Hölle eröffnet „The Sentence Of Absolution“ und der dazu passend düstere Gesang baut das Stück mächtig auf, das dann immer mehr Fahrt aufnimmt und in infernalem Geballer mündet. MAYHEM lassen sich gegen Ende wieder etwas sacken und die Samples passen perfekt, um höllisch erhaben mit „Life Is A Corpse You Drag“fortzufahren. Wenn dann der knüppelnde Black Metal das Heft in die Hand nimmt, sind wir von MAYHEM wahrhaft gefangen, um dann eine extrem beklemmende Stimmung zu erfahren. Im finalen „Sancta Mendacia“ kriegen wir noch mal erhabenen Black Metal, technische Finessen und einen saustarken Drive, der dieses Album dann auch enden lässt.
MAYHEM haben den Spagat aus frühen Tagen und der Gegenwart hier perfekt hinbekommen, hier werden die alten MAYHEM Maniacs genau so ausrasten wie Fans der neuen Generation und so sind das klare 9,3 von 10 Punkten.

