RAVE IN FIRE - Square One


VÖ: 30.01.2026
(High Roller Records)

Style: Hard Rock / Heavy Metal 

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RAVE IN FIRE

Irgendwo zwischen gestandenen spanischen Helden wie BARON ROJO oder OBÙS und jüngeren Acts der Generation WITCHTOWER, LEATHER HEART, STEELHORSE oder HITTEN bewegt sich das Einflussepektum von RAVE IN FIRE. Wo könnte diese Combo demzufolge anders beheimatet sein als in Spanien?

Sorgt der „Prologue Of a Delirium“ für eine futuristische Bombastklangwand, geht es beim Heavy/Speedkracher „Dark Poison“ gleich mal richtig fett zur Sache, inklusive cooler Grooves, griffiger Hookline und richtig durchdringendem Frauengesang. Kraftvolle Riffs und variable Tempowechsel bestimmen das Bild. Bei dieser Band kommen neben dem Schaffen der Landsleute - was allenthalben die Spitze vom Eisberg darstellt, - Parallelen zur alten 80er Melodic Hard Rock/Heavy Metal-Schule á lá DOKKEN, FIREHOUSE, KEEL aber auch THE RUNAWAYS, DIO, VIXEN oder auch die in den 90ern für Furore sorgenden Melodic Glam Hardrocker FIREHOUSE durch, mit röhrend weiblichem Hauptgesang, was dem gesamten Album einen sehr individuellen Anstrich gibt. Liebe Leidenschaft und Herzblut bestimmen den Schweißtreibenden Cocktail der spanischen Combo. Stimmbandkünstlerin Selene Perediguero verfügt über ein fesselndes Rock n' Roll-Organ, dass optimal zur Musik des Vierers passt, für dessen Songwriting Gitarrist Jonjo Negrete hauptamtlich zuständig ist. Gesanglich pendelt sich Selene Perediguero mit ihrer kantigen Stimme irgendwo zwischen Könnerinnen der Liga Leather Leone (CHASTAIN), Lee Aaron, Janet Gardner (VIXEN), Kate de Lombeard (ACID) und HELLION-Chanteuse Ann Boleyn ein.

Fein dosierte Melodiebögen, fesselnde Übergänge und kraftvolle Vorwärtsdynamik gehören zu den größten Pluspunkten einer fesselnden Scheibe, was sowohl getragene Epic-Kost wie „Knightwalker“, „Still Standing“ ein richtig tief unter die Haut gehendes „Witches Hell“ als auch flotte Vulkan-Eruptionen Marke „Untiring Eagles“ oder „Speed and Rave“ eindrucksvoll bestätigen – wo auch mal das Flotte Tempo runtegefahren wird, um danach umso heftiger auszubrechen - Nummern in denen gewaltig Headbang/Faustreckpotential steckt, die soviel Rasanz besitzen, dass man sie phasenweise einfach nur noch richtig satt mitgröhlen will. Musik muss Emotionen auslösen, das tut sie bei der beschlagenen Spaniertruppe zur Genüge.

Fazit: Blitzsauber auf Transparent Basis produzierter Melodic Hard Rock/Heavy Metal auf erfrischend sportlicher Stadion-Spur, dessen griffig finessenreicher Inhalt seine Fanschicht unter Garantie überzeugen wird. - Feines Ding! 8,5/10