GLADENFOLD - Soulbound


VÖ: 27.02.2026
(Reaper Records/Warner)

Style: Melodic Power Metal 

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GLADENFOLD

Blieb mir das letzte Studioalbum der finnischen Power Metaller GLADENFOLD noch dunkel in Erinnerung, legen sie vier Jahre später nach. Geändert hat sich im Endeffekt nicht allzuviel bei der Finnentruppe. Immer noch gibt es Klartongesang, melodische Leadgitarrensoli, kraftvolle Choralgesänge, heroisch ruhige Zwischenparts und Keyboardbombast. Gerade das Tasteninstrument kommt häufig zum Einsatz, wodurch die stolze Stilbezeichnung Melodic Power Metal mehr als einmal in ihrem Basiskontext deutlich ad absurdum geführt wird, indessen die Gitarren zurückgefahren werden, statt neben den schönen Choralgesängen mehr in den Vordergrund zu treten.

 Neben durchaus ansprechend guter Genres-Verköstigung im Sinne von „Ghostlike“, „For My Queen“ oder „Chaos Waltz“ haben GLADENFOLD erneut wieder zu viel austauschbares Material am Start, das Gegrunze bei „Helix Of Hate“ wirkt völlig deplatziert auch die im Hintergrund verzerrten Growls wollen zum deutlich auf hymnenhaft episch getrimmten Power Metal u. a. „Wardens Of Time“ nicht so recht passen. Zuviel Keyboardkleister verdirbt das Gesamtbild teilweise heftig.Vielleicht sollte bei manch epischen Parts mehr Frauengesang mit ins Gesamtbild fließen. „Mercy“ zeigt dahingehend schon mal brauchbaren Ansatz, doch irgendwie Im Endeffekt bleibt sich die Band in ihrer Linie treu, was auf der einen Seite vielleicht gar nicht wirklich schlecht sein mag, allerdings auch nichts wirklich Neues bringt.

Fazit: Ganz nett gemachter Power Metal, der sich qualitativ irgendwo im breit gefächerten Mittelfeld verliert. 6/10