TRIUMPHER - Piercing The Heart Of The World

VÖ: 06.03.2026
(No Remorse Records)
Style: Epic Metal mit Zusätzen
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TRIUMPHER
Auf 'Piercing The Heart Of The World, den dritten Full Length-Albumrelease von Griechenlands Epic-Heroen TRIUMPHER dürften zahlreiche Fans des Heroic-Metal-Sektors sehnsüchtig gewartet haben, dessen Vorgängerscheiben 'Storming The Walls' (2023) und 'Spirit Invictus' (2024) bereits kräftig bei der traditionellen Helden/Schlachten/Epic-Fraktion einschlugen.
Klingt das Eingangsdoppel BLACK BLOOD noch schwer nach einer Mischung aus BLIND GUARDIAN/MANOWAR/HEAVY LOAD oder early VIRGIN STEELE bekommt das Album spätestens mit „The Mountain Throne“ deutlich epischeren Anstrich, dem sich leichter Hang zu Blackmetallischer Strukturgebung Marke DISSECTION anschließt. Parallelen zur Eidgenossen Epic Metal-Riege MEGATON SWORD liegen hier öfter ebenfalls nahe. Ganz groß punkten die Pathos-Epic-Hämmer „Ithaca (Return Of The Eternal King), wo die Rückkehr des Königs einem Kinofilmleinwandspektakel gleich kommt, „Vaults of Immortals“, „The Flaming Sword“ und der majestätische das Album gebührend ausklingen lassende von flotten den Pathosfaktor nach oben schraubenden durch Chorgesang und gedrosseltem Temporückgang aufgewerteten Momenten versehene gezielt durch donnernde Stampfrhythmen angetriebene Schlußakkord „Naus Apidalla“. Unnötig durch Kitsch oder aufgeblähte Strukturen überfrachtet wirkt das Album nie.
Mars Triumph'-Gesang röhrt ausgereifter, gerade bei gedehnten Pathosorgien balanciert sein Organ geschickt auf dem schmalen Pfad zwischen Ausdruckstärke, Klarheit und Charisma. Die Gitarrenfraktion Tsakiropoulus/Peters brilliert durch Serien zackige Riffs, Gitarrenläufe und Filigransoli während Zournis/Tzoukopoulus den unverrückbar zentnerfetten Rhythmusteppich drunter legen. „Erinyes“ geht noch mal mächtig auf's Tempo drückend im Regelfall deutlich den Tempofaktor anziehend, - spannende Rhythmustempowechsel inbegriffen - ein solch mächtiges Power-Speedgeschoss, das vor Theatralik und MANOWAR-Spirit nur so trieft. Was TRIUMPHER somit abliefern, gleicht einem wahren Triumph, der sich im bärenstarken Zweitling der Griechischen Epic/Black Metal-Brigade TRIUMPHER wieder spiegelt, das gegenüber dem Debüt noch eine deutliche Schippe drauf legt.
Fazit: Dramaturgisch fesselnd episch spannender Heavy Metal auf eigenwillig unorthodoxem Stil-Level, dessen Inhalt sich bei szeneprägenden Underground- klassikerperlen Marke HEAVY LOAD oder den frühen sechs MANOWAR-Alben einreihend zu Hause fühlen darf. - Ein unwiderstehlich alles wegfegend epischer Donnersturm! Ergreifend-energiegeladen-mystisch,variabel-atmosphärisch-packend! 9/10

