VOR DIE HUNDE - Weltmarktführer befiehl – Wir EntFolgen!

03 vordiehunde
VÖ: 13.03.226
(Defying Danger Records)

Style: Grindcore / Death Metal / Crust / Punk

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VOR DIE HUNDE

Album Nummer drei der Passauer ist hier in den Startlöchern und mit dem Intro „Kaufrustinfarkt“ ist schon eine mörderische Stimmung bei mir aufgekommen. Doch was dann in „Deutscher Rasen“ aus den Boxen fliegt, ist Wahnsinn, das ist Grindcore der brutalen Art, hier und da fließt auch mal Death und Crust mit ein, aber in der Hauptsache gibt es hier Knüppel aus dem Sack der derben Art, wie es auch bei „Siegheilpraktiker“ der Fall ist. Da gibt es keine Zeit zum Durchatmen, da gibt es schonungslos in die Fresse, auch wenn hier mal coole Breaks mit drin sind. Weiter unter Dauerbeschuss sind wir anfangs bei „ISO-Normkonform“ auch wieder, doch das Stück nimmt auch mal kurz Fahrt raus, um düsterer und dreckig zu wirken. Das Titelstück hingegen ist total verspielt, Break lastig, stampfend und roh, da kommt die rotzige Power wahrlich geil zur Geltung. Dafür hat „Betriebsklimasünder“ wieder ein Grindgewitter am Start, bei dem es keine Gefangenen gibt und auch „Verbraucherschutzanzug“ voll auf Attacke steht. Das bei einem Titel wie „Bonzenschussgerät“ ein totales Getrümmer aufzeiehn wird, dürfte klar sein, doch dafür hat „Privatsphärentransparenzverordnung“ etwas mehr den Crust geladen und Punk Einschübe mit an Bord. Der „Passierschein A38“ ist ungewohnt kriechend und schon nah am Doom, nur gegen Ende geht es kleines Bisschen hoch, doch beim „Einweglied“ muss man sich ducken, sonst wird man überrannt, das ist wieder ein Grindgeballer der feinen Art und auch ohne Gnade. Mit „Kriegswirtschaftsnobelpreisträgerrakete“ gehen die Jungs eher in den schwerfälligen Death Metal über, da rollen die Double Bass wie die Sau, aber dann wird mit „Kaufkraft durch Freude“ kurz und knackig Grind mit geschickten Breaks serviert. Das „Kunstlederersatzimitat“ läuft oftmals auch nur auf 2 Zylindern, bevor dann hier und daauf Vollgas geschaltet wird. Der Rausschmeißer „Sie Sagen“ ist mit knapp acht Minuten das längste Stück und beginnt langsam mit Bass, Drums und klarem Gesang. Das geht dann in Mid Tempo Death über, bevor auch die Grindcore Geschütze aufgefahren werden und es an allen Enden nur so schmettert. Dann wird noch etwas erzählt und das Album geht zu Ende, doch ich steh immer noch baff da, was mich da gerade geplättet hat und das macht auch 8,9 von 10 Punkten.