KATE'S ACID - Hellbender


VÖ: Bereits erschienen 
(High Roller Records) 

Style: Heavy Metal 

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KATE'S ACID

Völlig ungewohnt präsentiert sich Kate De Lombaert aka KATE'S ACID einschließlich komplett ausgetauschter Mannschaft, - umgekrempelt? Vom so typischen Pionier-Heavy/Speed/Thrash-Sound blieb nicht mehr allzuviel übrig. Unterstützt von Gitarrist von Geert Annys, dessen feuriges Gitarrenspiel beeindruckt, Bassist Camilo Ortega und Schlagzeuger Ash „Ashly“ Ysewin hat Kate De Lombaerd ein schlagkräftig neues Band Line Up um sich geschart, dass ihre Kompositionen gekonnt umsetzt. Gibt dies wirklich Grund mit der Band zu brechen? Mitnichten! Die Hard-Fans können aufatmen, zwar klingt das gesamte Songmaterial auf 'Hellbender' weitaus melodischer kaum noch nach IRON MAIDEN-, SAXON-Anfangstagen, RAVEN, TANK oder MOTÖRHEAD, schafft es allerdings nicht wirklich so sehr zu schwächeln, wie es bei derart krassem Besetzungswechsel durchaus im Bereich des Möglichen gewesen wäre.

Dafür sprechen treibend nach vorn in Blickrichtung der ersten ACCEPT/JUDAS PRIEST-Alben tendierende Kickstarter vom Typ „Hellbender“,, und „The Lightning Conductor“, Spirit von ACCEPT/JUDAS PRIEST in den 70ern trifft knackiges SAVAGE MASTER-Timbre, „Riding Out“ geht als knackig rockende Bikernummer durch, „Do not Burn The Witch“ erinnert an eine körnig servierte Mischung aus flotten early MÖTLEY CRÜE treffen SAMSON, WARLOCK und SAXON - letztere zur 'The Power and The Glory-Phase' nur ohne den Gesang von Biff. „Valkyrie“ kleidet sich in heroisches Düsterfaible, danach nimmt das Stück Geschwindigkeit auf, bremst kurz mal progressiv ab, um dafür umso mehr in flotte SAXON/ JUDAS auszubrechen „Buccaneers“ das gewöhnungsbedürftigste Stück auf dem knapp 37 Minütigen Album ist stark auf Classic Rock n' Roll gebürstet,„Stormchaser“ bleibt ebenso wie das temporeduziert sehr nach JUDAS PRIEST klingende „Taking Back My Wings“ gegenüber den anderen Tracks ziemlich blass.

Gebettet in eine glasklare Transparentproduktion stellt sich ein überaus vielseitiges Album vor. Kate verfügt über eine herrlich allen Stücken ihren eigenen Stempel aufdrückendes Organ und wenn's bei „Ari Raid“ gefühlvoll balladesk rauchig-kehlig wird, sollte auch dem letzten Zweifler bewusst sein: Das hier sind KATE'S ACID, runderneuert durch eine Frischzellenkur deren Inhalt wie ein abermaliger Neuanfang wirkt, der Misstress Kate De Lombaerd ihren dritten Frühling bringt.

Fazit: Ungewohnt, dafür kraftvoll auch weiterhin die Handschrift von Kate De Lombaerd tragend, braucht das Ding ein wenig, bis es zündet, aber sobald dies geschieht, tut es das mit entsprechender Überzeugung. 8/10