SUNCRAFT - Welcome To The Coven

VÖ: 10.04.2026
(All Good Clean Records)
Style: Stoner Rock/Metal
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SUNCRAFT
Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa ausserhalb der Genrezentren wird kräftig viel gestonert. SUNCRAFT aus Norwegen seit 2017 aktiv, legen ihr zweites Studioalbum 'Welcome To The Coven' auf den Tisch, was übersetzt bedeutet: Willkommen im Hexen-Zirkel! Dass ein solches Album durchaus okkultistischen Inhalt hat liegt bei dem Titel nahezu auf der Hand. Hier wäre zuerst schleppend zähfließender Doom auf Okkultbasis zu erwarten, weit gefehlt: SUNCRAFT fallen völlig aus dem Rahmen. Da geht es beim zeitweise hyperschnell angeschwärzten mit gewaltig Dampf auf dem Kessel breitbandrockenden Opener „Ragebait“ oder dem Titeltrack saftig Riffrockend mit jeder Note mitreissend häufig das Gaspedal mächtig durchtretend powerdynamisch treibend mit Schmackes in die Vollen. Selbst wenn's mal in Schleppende Zonen driftet, entfaltet der Achttracker mordsmässig viel Druck! SUNCRAFT überlassen nichts dem Zufall, alles hat seinen festen Platz. Zeitweise schälen sich black n' Roll Strukturen heraus. QUEENS OF THE STONEAGE/THE SWORD oder spätere CHROME DIVISION dürfen hier als Referenz herhalten.
„Charlaton Killer“ teilt fette Attacken mit serienweise MOTÖRHEADmässigen Akkordriffkaskaden aus. Natürlich darf es auch mal opulent schleppend heroisch gechillt stonerlastig werden, ehe der massiv ballernde Temphurrikan folgt. „Love's Underradet“ ist so ein tonnenschwerer Catchy Groover, dessen kernig straighte Rock n' Roll-Dynamik haut einschließlich Powerdrumming, energiegeladener Leadsoli und cooler sich zwischendurch bremsender Beatpassage, danach zieht das Tempo wieder an, selbst den müdesten Stonerpapst vom Sockel! „Greed Battailion“ zeigt fette Punkroots, die munter bei allen Stücken aufblitzen,, dafür sorgt auch der aggressiv Gift und Galle spuckende Gesang von Bassist Rasmus Skage Jensen, „Forgotten Goddes“ reisst ebenfalls gewaltig mit, das röhrt, rockt, rotzt rebelliert und killt druckvoll im Rowdymodus mit viel Schmackes und unwiderstehlichem Vorwärtsdrive voll auf die Glocke hauend. Das zeigt auch die Turporiffwalze „High On Silence“ wo der Stoner Metal fett, (und hey, - das dürft ihr wörtlich nehmen !) zum Ausdruck gebracht wird Dieser zahlreichen Poserkapellen die Scheiße aus dem Leib prügelnde Bastard von Album dürte auch live on Stage unwiderstehlich töfte auf die Rübe gehend arschtight zünden.
So ernst der Titel auch erscheint, dieser Silberling macht einfach nur Spaß, weckt enrom Laune, was an der kraftvoll nach vorn gehenden Mucke liegt, die das Genre mal so richtig ad absurdum führt. Richtig schön durchgeknallt geiler Scheiß der intensiv auf's Fressbrett knallt, weder permanent noch Zeitlupengebremst sich irgendwie sein eigenes Nischenfeld zwischen den Genretypischer Vertreterschaft gräbt. Das einzige was hier noch fehlt, wäre ein sich dem Restsongmaterial widersetzender gegen den Strom schwimmender, Track, dann wäre hier sogar ohne Zögern die Fette 9 drin, ansonsten regiert unwiderstehlich permanent mit dem vollen Gewicht schweren Kampfschuhe arschtretender Rock n' Roll! Würde mich jemand nach dem Party Rock-Album des Jahres 2026 fragen, so wäre dieses wahrhaft mächtige Dampfhammer-Album sicher ein ganz heißer Kandidat.
Fazit: Endgeiler Stoner Rock/Metal mit starken Punkroots, der acht Kampfansagen enthält, die sich gewaschen haben. Hammergeil, - W(h)elcome To The Coven! 9/10

