BLACK REVELATION - No Light Upon Us


VÖ: 24.04.2026
(Nine Records) 

Style: Epic Doom 

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BLACK REVELATION

Bekam ich vor einiger Zeit Gelegenheit in dieses Album testweise reinzuhören steigerte sich die Neugier auf dieses mir nun vorliegende Gesamtwerk umso mehr. Die deutschen Epic Doomer BLACK REVELATION sind immerhin seit 2016 aktiv, deren Vocalist mir als leidenschaftlich überzeugter Doom-Fanatic bekannt ist.

Sechs Kompositionen auf traditions-Doomlevel haben BLACK REVELATION auf 'No Light Upon us All' eingetrümmert. Schwermütig zäh beginnt „Siyah Vahiy“ ehe das erste bedrückende Dunkelstimmung vermittelnde Gitarrenriff einsetzt. Episch düster geht es auf 'No Light Upon Us All' zu – schon allein der Albumtitel spricht quasi für sich selbst. Alle fünf Stücke haben Spielzeiten von mindestens zehn bis 16:41 Minuten. Solcherart gedehnten Spielzeitlängen würden vielleicht nicht zu jeder Combo passsen. Bezugnehmend auf BLACK REVELATION sind sie weder Kriterium für Monotonie noch Mittelmaß - Werten denen sich dieses gewaltige Pfund hartnäckig entzieht. Epischer Klargesang, dunkelmelancholische Aura bei sich Schrittweise auf den Punkt konzentrierend wie eine allmählich ihre Schalen verlierende Zwiebel, sobald sie geschält wird. Einflüsse der (Proto)Doomigen Heavy Metal-Urväter BLACK SABBATH, sowie von Traditons-Doomkapellen Marke COUNT RAVEN oder SAINT VITUS lassen sich kaum von der Hand weisen, ebenso griffig wird es, wenn der schwere Doomgroove ersteinmal richtig ins Rollen kommt bei BLACK REVELATION. Zeitweise offenbaren sich selbst manche Parallelen zu DAWN OF WINTER. Beschwörerisch in elegischer Klage teils mit Hang zum Kauzigen finster heroisch immer noch mit verstecktem Grinsen vereinzelt von intensiver Note heroischen Quorthon Feelings (R.I.P.) geprägt den Tanz auf dem Vulkan vollziehend entwickelt der Gesang unorthodoxe Art Wiederkennungswert auf diesem feinen Tonträger. 'No Light Upon Us' sprüht vor Heavyness, prickelnder Atmosphäre, in spannender Weise damit verwobenen Wendungen und Charisma.

„Thoughts of Ruination“ ist eine vierzehnminütige Doomwalze, deren Intensität sich sofort ins Ohr frisst und nicht mehr loslässt, Martin singt voller Inbrunst opulent leidenschaftlich klagend. Die Gitarre rifft schwer, Bassakkorde wummern druckvoll Atmosphärenlastig durch den Raum, kraftvoller Schlagzeugpunch vervollständigt ein phantastisches Album, das je länger es läuft umso mehr fesselt - Doom bester Sorte geschmiedet von der Basis. Die drei nächst folgenden ebenfalls deutlich gedehnten Doom-Walzen „A Burning Life“, „No Light Upon Us All“ und „Veil Of Eternal Nightfall“ (im Schlußfinale kräftig an der Temposchraube drehend) klingen nicht nur hinsichtlich ihrer Titel verlockend, sondern passen sich dem feinen Niveau dieser insgesamt gewaltigen Doomorgie an. Musik die mich komplett fesselt, ergreifend melancholisch episch intensiv kraftvoll, zeitlos.

Mit dem gegenüber allen anderen Songs bei 4:33 Minuten Spielzeit deutlich abfallenden SAINT VITUS-Cover „One Mind“ beweist dieser starke Epic-Doom Vierer zum Schluß erlesenen Geschmack. Demzufolge gelange ich zu folgendem...

Fazit: Ergreifender Epic Doom intensiv schwer düstermelancholischsten Kalibers, der in einer Liga zu Vorbildern wie COUNT RAVEN oder SAINT VITUS steht. Unwiderstehlich groovender Epic Doom edler Stahlschmiedekunst mit heroischer Stilnote auf beeindruckend phantastischem Top-Level! 9/10

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