IRON AGE - Concussion of the Brain

VÖ: 24.04.2026
(GoldenCore Records/ZYX)
Style: Progressive Metal/Heavy Metal/Thrash
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GoldenCore Records
GoldenCore Records/ZYX haben wieder ein seltenes Package für eine speziell darauf geeichte Fanschicht geschnürt. Erst vor wenigen Tagen kam ein seltenes Relikt wieder zum Vorschein, die bereits 1995 veröffentlichte 'Concussion Of The Brain'-EP der von 1990 – 1998 aktiven Hamburger Heavy/Progressive/Thrasher IRON AGE als ob das nicht genügte, ist dieser 1995 damals über Crossroads Records erschienenen EP das unveröffentlichte Eternal Life – Eternal Pain-Album von 1998 beigelegt. Die vier Tracks der EP angefangen mit dem psychotischen „Shizophrenia“ bis zum technisch versierten alle Trademarks zusammenfassenden „Mind Control“ überzeugen durch eine cool ausbalancierte Mischung zwischen kraftvollen Heavyriffparts, verschachtelt kauzigen Prog-Anteilen und wütenden Thrashattacken. Zeitweilig ans heroische bis melancholische grenzender Klargesang, kehlige Facetten, Tiefe Deathgrowls und Harrsche Shouts halten sich auf geschickt die Waage. Diese noch etwas unausgereifte 4-Track EP wandert(e) auf schmalem Grad zwischen Genie und Wahnsinn, dies ist heute immer noch erkennbar, was abrupte Geschwindigkeitswechsel, sich ändernde Takt-Rhythmusstrukturen und reichlich schräge, umso variablere Stimmungsebenen hinreichend belegen. 7,5/10
In Bezug auf das 'Eternal Life – Eternal Pain'-Album: Stilistisch hat sich nichts geändert. Bot die EP einen knapp 20 Minütigen Vorgeschmack auf das folgende Studioalbum beschritt das Hauptalbum den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Progressive Thrash-Feger vom Typ „Here Comes The Devil“, „A Rich Man's Gain“, „Fame“, „Humans“ oder „Dance With The Society“ der opulent verspielten Proganteil säende Titeltrack „Eternal Life – Eternal Pain“ oder ein Dystopische Stimmung verbreitend inklusive fesselndem Spannungsbogen aufbauendes „Enslaved Planet“ lassen den Weiterentwicklungsprozess der Band klar erkennen. Schlagzeugerin Ines Baum (heute Betreiberin einer Musikschule) sorgte in Zusammenarbeit mit GoldenCore Records dafür, dass diese Reissue soundtechnisch gelungen remastered schließlich erst möglich wurde, - Arbeit die sich als lohnenswert herausstellte.
Für dieses Tonträgerpackage zeichnen zwei voneinander unterschiedliche Line Ups jeweils im gemischten Männer-Frauen-Team verantwortlich. Das wird auch am vollständigen 'Eternal Life – Eternal Pain' Album ersichtlich, wenngleich Stilistik und Gesang unverändert blieben. Für Progressives Heavy/Thrashklientel auf jeden Fall geeignet alle anderen sollten auf Nummer sicher gehend, vorher mal reinhören. Insgesamt ergeben sich 82:18 Minuten effektiv den Werdegang einer interessanten eigentlich viel zu früh aufgelösten Band beleuchtende Minuten Gesamtspielzeit. Progessive Thrashfans könnten an dieser Kombi aus EP und Studioalbum Gefallen finden. Die Remaster-Pressung kommt mit 16 Seiten Booklet und Liner Notes. 9/10
Fazit: Lohnenswertes Kleinod einer Band von ungemein hohem Wiederkennungswert. 8,7/10

