THE QUILL - Master Of The Skies


VÖ: 08.05.2026
(Metalville) 

Style: 70er Hard Rock/Psychedelic Rock/Stoner Metal/Doom 

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THE QUILL

Spannung steigt... THE QUILL veröffentlichen ihr zwölftes Studioalbum. Über eines sollte man sich im Klaren sein: THE QUILL sind stets für Überraschungen gut. Mit dem zwischen Heavy und Doom Metal schwebenden von wummernden Gitarren gezeichneten Titeltrack „Master of The Skies“ erfolgt der berauschende Einstieg. Zunächst schleppend schwerblütig zäh, wird ab Halbzeit kräftig am Temporad gedreht. Sängerkoryphäe Ozzy Osbourne hat wie das heroische Organ von Vocalist Magnus Ekwall zeigt, bleibende Spuren hinterlassen. Danach folgen die zwei als Video vorab geschickten Videos; zunächst „Dark City“ als kompakt rollender Hard n' Heavy Rocker, während Gitarrist Christian Carlsson seiner Sechssaitigen raue Riffs und feine Leadsoloparts entlockt. „You Can Not Kill My Soul“ schwebt zwischen raumgreifender Hippieaura und explosivem 70er-Hard Rock womit obiger Fakt Bestätigung findet. Das aussagekräftige Coverartwork mit von diversen Gedankenbildern überfluteten Pilot reflektiert den Inhalt eines von dunklem Stimmungsgehalt dominierten Emotionsvielfalt gezeichneten Tonträgers. THE QUILL variieren geschickt zwischen 70er Hard Rock, Stoner Metal, Psychedelic Rock und Doom.

Obgleich die Musik vom Schwedenquartett zeitweise griffig relaxt mit rollend schwerem Groove rüberkommt, sind es die von Melancholie und Depression sowie düsteren immens viel Tiefgang verteilenden Stimmungfelder geprägten Songtitel einschließlich solcher Textlyrics nicht. Bezüglich ihrer Basis bleiben THE QUILL unverändert. „It's Over“ zeigt genug raumgreifende Psychedelic Doom-Stukturen – der Pilot ist mit seinen Kräften am Ende, bricht vor lauter Gedanken-Infocrash erschöpft zusammen. „Son Of Light“ bildet die knapp zwei Minuten Akkustik Blaupause, Reinkarnation nach einem erfolgtem Stillstand, wenn sich neue GedankenPflänzchen bilden, währenddessen die Seele wieder neue Kraftreserven tankt.„Tomorrow never comes“ rockt druckvoll heroisch mit satter Kante, bleibt allerdings lyrisch immens depressiv. „Now You Are Gone“ gibt den schaurig düsterheroischen Abgesang des Todes, danach gehen bei „Light Turns Low“ - einem Lehrstück in Sachen Psychedelic Stonerdoom allmählich die Lichter aus. Tiefenpsychedelischer, gespenstisch unter die Haut gehender hätten das auch die Genre-Urväter BLACK SABBATH zur Goldenen 70er Ära mit Ozzy nicht auf die Kette bekommen. Nachdem im Grunde so ziemlich alles gelaufen ist, kriecht mit dem Neunminüter „Mastodon“ zum Schluß eine in monolithisch-nachdenklicher Düsteroomepik badende ähnlich dem Titeltrack „Master Of The Skies“ ab Hälfte mehr Fahrt aufnehmende sich in spannenden Loops ergehende Psychedelic-Stoner/ Doom-Orgie, deren Inhaltdas Ganze Können dieser im Heavy Stoner Doom-Hard Rock-Univerum grandiosen Combo reflektiert. THE QUILL wissen, wie's geht!

Fazit: THE QUILL sind nach wie vor Top Adresse für ein hochexplosiv ins Ohr gehendes Konzentrat aus Psychedelic Hard Rock/Heavy Stoner Rock und Doom. Master of The Skies liefert besten Beweis dafür! 8,8/10