ARMORED SAINT - Emotion Factory Reset

VÖ: 22.05.2026
(Metal Blade Records)
Style: Heavy Metal
Homepage:
ARMORED SAINT
Ein weiteres Studioalbum, das nunmehr neunte innerhalb der Bandhistorie der US-Metal-Institution ARMORED SAINT wurde jüngst dieser Tage veröffentlicht. Fans dürfen gespannt sein, was sie auf 'Emotion Factory Reset' so lautet der Albumtitel, erwartet. Zum Line Up gehören die Sandoval Brüder Gonzo (Drums) und Pete (Gitarre), Bassist Joey Vera, Sänger John Bush, an der zweiten Gitarre agiert Jeff Duncan, ein bewährtes Band Line Up. 'Emotion Factory Reset' markiert einen wichtigen Punkt in der Bandhistorie. John Bush ist bei Krachern wie dem bereits auf dem Rock Hard vorgestellten „Hit a Moonshot“ super bei Stimme, die Gitarren von Pete Sandoval/Jeff Duncan entfachen ein wahres Feuerwerk, Gonzo Sandoval bildet mit Joey Vera eine arschtight hamonisch aufspielende Rhythmussektion.
Inhaltlich erwartet Anhängerschaft der 'gepanzerten Heiligen' ein Album, das deutlich stärker Back to the Roots geht als bei den Alben zuvor. „Close To The Bone“ knallt mächtig rasant fließend mit heftig viel Drive und Groove, wie zu besten Zeiten der gepanzerten Heiligen, weckt unweigerlich Erinnerungen an die frühe 80er-Glanz-Ära. Lässt bereits dieser gelungene Auftakt erahnen, das gewaltig viel Power in der neuen ARMORED SAINT-Langrille drinsteckt, bestätigt sich diese mit jedem weiteren Song. „Every Man-Any Man“ zeigt, über wieviel Stimmbandkraft John Bush verfügt. Wenn es eine Smashhymne gibt, dann ist es der massive Groovekaskaden mit monumentaler Epik vereinende, kürzlich auf dem Rock Hard Festival vorgestellte Heavy/Power/Thrasher „Hit a Moonshot“. Zwar haben sie diesmal keinen Überflieger vom Kaliber "End Of The Attention Span" am Start, dennoch wohnt dieser Scheibe soviel Griffigkeit inne, dass es geradezu packt. Im Gegensatz zum stark nach vorne gehenden "Hit a Moonshot" steht der kraftvolle Heavyness gipfelnd in Western-Bluesfeeling aufblitzen lassende von heroischer Vocalistik gespeiste in gediegenem Tempo servierte Stampfer „Buckeye“. Das Stück erinnert vielmehr an einen Stadion Hard n' Heavy-Act denn US-Heavy/Power Metal. In Typischer ARMORED SAINT-Manier geht es hard, heavy und verspieltermaßen zugleich in die Vollen. „It's a Buzzkill“ geht wieder entspannt rockig in die Vollen, „Throwing Caution In The Wind“ zeigt ARMORED SAINT wieder von der flotten Seite, während „Ladders and Slides“ sich in kraftvollen Bombastgrooves austobt, am Ende nochmal kräftig Dampf macht, ehe „Bottom Feeder“ mit Wiederhaken ins Progressive driftend nachdenkliche Passagen offenbart, geht „Epiloque“ geradlinig in die Vollen!
Wermutstropfen eines relaxten Outputs ist das Fragezeichen hinterlassende wahrscheinlich per KI designte Coverartwork, ansonsten haben ARMORED SAINT abermals gezeigt, das weiter fest mit ihnen zu rechnen sein wird.
Fazit: ARMORED SAINT haben ein erfrischend knackiges Album veröffentlicht, das ihren Status untermauert vor Powerdynamik sprühend alle Bandtrademarks vereint; knallt, rockt explosiv, groovt kraftvoll, sprüht vor Energie. - Chapeau! 9/10

