REXORIA - Fallen Dimension


VÖ: Bereits erschienen 
(Black Lodge Records) 

Style: Symphonic Heavy/Power Metal 

Homepage: 
REXORIA


Ausgeprägt emotional, thematisch auf Höhe der Zeit liegend, wechselt sozialkritischer Inhalt mit Antikriegsthematik, rein inhaltlich also schon mal gar nicht schlecht. Selbst mir als nicht so großem Symphonic Metalfan nötigt dieses Album der Schwedentruppe REXORIA um Sängerin Frida Ohlin, von deren kraftvollem Klartonorgan sich  in aller Regel nervig aufgesetzt phasenweise hektisch das Gehör bis zur obersten Schmerzgrenze strapazierend überdrehte Stimmbandakrobaten und -innen durchaus ein Stück abschneiden können, ringen meinem Gusto ein großes Maß an Respekt ab. Songs der Schiene „Awakening“, „Himalaya“ oder „Dancing in Ruins“ zeigen, das Symphonic Metal tatsächlich viele Facetten hat, sofern die Songstrukturen stimmig bleiben, sich nicht permanent gleichen oder ähneln. REXORIA schaffen auf ihrem vierten Studioalbum 'Fallen Dimension' das Kunststück, zeitgemäßen Anstrich und traditionelles Metalfaible geschickt zu kombinieren, direkt ineinander fließen zu lassen. Das ist nicht einfach nur nach dem Reißbrettverfahren produziert, sondern detailreich mit Liebe zum Stil ausgetüftelt.

„Malleus Malleficiarum“ oder „Dancing in Ruins“ setzen nicht allein auf Tempo, bestechen dafür mit Finesse, Vielfalt, Leidenschaft zur Musik und gesunder Ideengebung. Endlich auch mal eine Symphonic Metalcombo, die nicht nur PlastikpopRockgedöns auf dem Scheffel hat, sondern Metal bringt, der sich dieses Etikett verdienterweise anheften darf. Wie gut der Spagat gelingt, zeigt sich bei den meisten der insgesamt elf Songergüsse. Kompliment, es schaffen nur wenige Bands auf dem restlos überlaufenen mir nicht allzuviel gebenden Symphonic Metal-Sektor derart zu überzeugen. Wow! Leadsolofinessen, spannende Rhythmustempowechsel, flexible Gefühlsausbrüche und satt in die vollen gehende Powerdynamik halten sich effektiv dosiert die Waage. Fanklientel Heavy Metal durchsetzter Symphonic-Klänge mit Blickrichtung BATTLE BEAST, früher NIGHTWISH oder SABATON bekommt eine satt powernde Hithymnen-Vollbedienung verpasst, die sich gewaschen hat.In „Heart of Sorrow“ veredelt von AXEL RUDI PELL/HARDLINE-Sänger Johnny Gioeli findet sich noch eine Dynamische Powerballadenperle am Schluß, womit für Symphonic Metalfans eigentlich alles gesagt wäre, dementsprechend lautet das...

Fazit: Symphonic Metal für Genrefans, der mittels kraftvollem Gesang bei starker Vorwärtsdynamik vor Kreativität sprühend seine Anhänger problemlos findet. 8/10




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