AXEMASTER - Of Beasts and Plagues

VÖ: 19.06.2026
(Cosmic Fire Records)
Style: US Heavy/Power Metal
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AXEMASTER
Irgendwo im Schnittmengenfeld zwischen OMEN trifft METAL CHURCH, HALLOWEEN (US) und ICED EARTH lässt sich das fünfte Album der US-Metalband AXEMASTER verorten. Bis auf Sänger Joe Sims ist kein Gründungsmitglied der Urbesetzung übriggeblieben. Ein - Horrorintro „The Plagues Among Us...“ lässt anfänglich viel Gruselstimmung aufkommen, danach krachen bei „Murder of Crowns“ scharfe Gitarrenriffs, womit Genrefans wissen, was ihnen bei diesem Zwölftrackling blüht. Kauziger US-Metal alter Schule, genau dafür steht der Name AXEMASTER.
Insgesamt klingt das ganze recht altbacken, anders wollen AXEMASTER auch gar nicht erst rüberkommen. Joe Sims Heroisch kehliger in tiefe Stimmbandbereiche vordringend tatsächlich altbacken klingender Gesang gepackt in düsteren fast Endzeitatmosphäre darstellenden Rahmen gehört wie das typisch stilprägende 80er Gitarrenkorsett zu den prägenden Komponenten bei AXEMASTER. Riffbrecher vom Format „Murder of Crows“ (anfangs eingeleitet durch Kinderverse), ,„Kissed With A Fist“ oder „Cling Live“obschon Zeilen wie „Something Wicket This Way Comes“ nicht originell sind, (bezieht sich der Wortlaut auf einen gleichnamigen ICED EARTH-Songititel), sondern einer Ära entstammen als das Genre wieder zurück an dessen eigene Basis geführt wurde. Das in „Terrortory“ mitsamt gesprochener Parts von den Landsleuten und US-Horrormetallern HALLOWEEN noch ein Cover aus dem Jahr 2012 umgesetzt wurde, spricht für den Gehalt dieser zumindest für eingefleischte US-Metalfans sehr zu empfehlend von erdrückend schwarzer Aura umgebenen Scheibe. „Dagon Rising“ fasst erneut im schaurigen Gruselhorrormodus vertaktet sämtliche Fähigkeiten der reichlich konservativ ans Werk gehenden Band zusammen, alle anderen sollten vorsichtshalber reinhören.
Zeitweise wird es auf dem Zwölftrackling mitunter langatmig. Innovationspreise wollen AXEMASTER keine gewinnen, dennoch hat das fünfte Studioalbum 'Of Beasts and Plagues' seine Berechtigung. Immerhin wurde diese Band bereits 1982 gegründet als zahlreiche Nachfolgebands noch nicht geboren waren. Näher an der Wurzel des frühen 80er US-Metal/Power Metal wie AXEMASTER geht es eigentlich nicht. Zwar gibt es weder besondere Innovationen, geschweige Kreativ-Ideen auf diesem Gesamtwerk, dafür jedoch soviel handwerklich am nahesten das Genre in seiner ursprünglichsten Form präsentierenden US Heavy/Powermetal.
Fazit: Handwerkstechnisch typischer US-Metal früher 80er Schule, der nach wie vor seine Berechtigung hat, das anvisierte Fanklientel erreicht, hier und dort jedoch um ein Vielfaches ausbaufähiger ist. 7/10

