VERDUN - Abyssal Womb


VÖ: 26.06.2026
(Transcending Obscurity Records) 

Style: Sludge/Funeral/Doom 

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VERDUN 

Transcending Obscurity Records, der Labelname spricht Bände. Mit dem VERDUN-Zweitling 'Abyssal Womb' gibt’s konzentriert auf den Punkt gebündelten Sludge-Doom der so richtig derb auf die Zwölf geht. „Funeral of the Cosmic Knight“ mit infernalisch-fiesem Gesang lässt schon mal gar keinen Zweifel dran. Statt zähflüssig vor sich hin zu mäandern, dröhnt das Material auf 'Abyssal Womb' fließend aus dem Äther, postapokalyptisch-Neurotische Stimmungen ergänzt durch morbide Übergangsszenarien kleiden das ganze ins passende Bild. Wo Science Fiction und Metaphysik aufeinander treffen sind skurill bizarre Klangwelten durchaus Normalität, keine Seltenheit. David Sadok der auch für's Album-Coverartwork zuständig war, krächzt, röhrt, growlt und kreischt in übelst fies zartbesaiteten Individuuen Furcht einjagenden Modus, aggressiv zornerfüllt von Bitterkeit. Nur eine brutal riffend sägende Gitarre genügt für gemeingefährlich zentnerschwer dreckigen Sludge-Doom. Wuchtige Schlagzeugarbeit und wummernde Bassakkordfolgen erledigen den Rest.

„Silent Wittness“ knüpft nahezu dort an, wo „Funeral of the Cosmic Knight“ aufhörte, auch zwei französisch gesungene Funeral-Doom-Knarrzwalzen („La Lame et La Chair“ und „Les Noces Du Néant“) sind vertreten. Beim kräftig Muskeln spielen lassenden „Rise of the Atmoic Ghouls“ sieht man schon vor geistigem Auge eine seelenlos durch tiefen Schnee stapfende Armee der Untoten aufmarschieren. „The Man Behind My Eyes“ kommt von heroischem Funeral-Faible umkranzt nach schleppend sich dahinziehender Halbzeit noch mächtig Tempo machend in Fahrt.

Fazit: Nicht nur Black Metal geht intensiv derb auf's Fressbrett, auch düsterer Sludge-Doom inklusive Funeral-Textlyrik. VERDUN liefern mit 'Abyssal Womb' amtlich Beweis dafür, dass kraftvoller Doom aggressiv roh, griffig, barsch von der Wurzel sich vor definitiv keiner Schwarzheimerkapelle verstecken muss! 8/10