FIVE FINGER DEATH PUNCH - Legacy

07 fivefingerdeathpunch

VÖ: 31.07.26
(Better Noise Music/Universal)

Genre:
Modern/Groove Metal

Homepage:
FIVE FINGER DEATH PUNCH

Nach zwanzig Jahren und zehn veröffentlichen FIVE FINGER DEATH PUNCH ihr neues Album „Legacy“. Die darauf enthaltene Single „Eye Of The Storm“, sichert der Band zum 18. Mal in Folge die Spitzenplatzierung in den Billboard Mainstream-Rock-Charts. FFDP brechen damit ihren eigenen Rekord für die meisten aufeinanderfolgenden Nummer-1-Hits in der 45-jährigen Geschichte der Charts. Der Song selbst ist ein stampfender Ear-Chatcher, wie ihn die Band schon mehrfach komponiert hat. Doch was können die restlichen neun Tracks? Bei der ebenfalls im Vorfeld veröffentlichten Single „De Oppresso Liber“ setzte man auf die gleiche Taktik, allerdings baute man u. a. geschickt Elemente mit ein, wie man sie von ICE-T und seinen BODY COUNT und eben einen o-ho-ho-Chorus, der förmlich nach Live-Setlist schreit. Auch der melodisch treibende Titeltrack und Album-Opener „Legacy“ oder die zum Album-Release veröffentlichte halbballadeske Single „Nails In The Coffin“ zünden direkt beim ersten Hördurchgang. Bis hierhin also alles im grünen Bereich. Das Thema Ballade wird zudem sehr Ivan Moody like gefühlsbetont auch mit „In Time“ umgesetzt – gut, aber eben nichts neues. Auch Songs wie „Unscathed“, „Joke’s On Me“ oder „Shelter“ mit seinem markanten Sprechgesang kennt man vom Songaufbau und der Melodieführung her. Gut - eingängig, moderne Elemente werden impliziert, um sich selbst nicht direkt zu kopieren – eben aber „nur“ gut und keine neuen Hits. Das halbakustische melodisch groovende „Everybody Lies“ dagegen catcht, zumindest mich.

Auch wenn “Legacy” ein Jubiläumsalbum ist, es wird die Gemüter spalten, wie die Band selbst es seit Jahren auch vorlebt. Das Album läuft über die 10 Tracks hinweg musikalisch gut durch, zündet hier und da auch sofort, aber ich werde den Gedanken einfach nicht los, das man hier zu sehr auf Sicherheit komponiert hat. Der Fan wird vermutlich einen wirklichen neuen Hit vergeblich suchen, das Album selbst aber lieben.

Punkte: 8/10

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