KVERNA - Chiplodocus


VÖ: Bereits erschienen 
(Selvajaria Records) 

Style: Stoner/Sludge/Doom/Hardcore 

Homepage:
KVERNA

Neues aus dem Stoner-Sludge-Bereich, KVERNA legen ihr Debüt auf den Tisch, das bereits Ende letzten Jahres erschien. Urzeitlich-Prähistorische Dinosaurier spielen bei dem spanischen Quartett aus Logrono, der Hauptstadt von La Rioja am Fluß Ebro eine sehr gewichtige Rolle. Dabei bewegen sich das Quartett durchweg in Richtung zwischen schwerblütigem Stoner Rock/Metal, Sludge, Doomgroove,

„Sakatundurum“ beginnt psychedelisch ruhig, ehe das erste Riff einsetzt und mittels gemässigter Beats Atmosphärische Stimmung erzeugt wird, ehe danach ein ganzer Schwarm knackiger Rhythmen folgt, bis harrsche Sludge-Doom-Vibes das geneigte Ohr aus den Träumen reißen, danach verfällt der Song ins anfängliche Muster. „Cobete“ verschmelzt zähe Doomgrooves und schnelle kräftig auf's Gaspedal tretende Hardcoreattacken inklusive harscher Shouts, die sich zähfließend ziehen. „Amazonas“ führt in den Dschungel, dessen Atmosphäre mittels melancholischer Violinenklänge authentisch erzeugt wird, allerdings ist es im Dschungel so einladend schön der Regenwald optisch auch immer wirkt, gefährlich, was auch dieses Stück mehr als andeutet, spätestens wenn von der gediegenen Tonlage in heftiges Stoner-Sludge-Rifferuptionen umgeschaltet wird, währenddessen Geigen-Klänge im Hintergrund exotisches Flair erzeugen. „Ciervo“ beginnt schleppend melancholisch, ehe wiederholt am Temporad gedreht wird, wo Hardcore und gemäßigt melancholische Stoner-Sludge-Elemente im Wechsel zueinander stehen.“Tinonan“ stakst eher müde vor sich dahin, nimmt im zweiten Teil mehr Fahrt auf, „Chiflodocus“ vermengt Stoner, Sludge Doom und Hardcore zu einem Ganzen, ehe „Dbeat-Anciano“ nocheinmal im essentiellen Grundraster aufschlägt, ehe dann mal wieder... richtig: an der Temposchraube gedreht wird!

Zwar bin ich der spanischen Sprache nicht mächtig, dennoch überzeugt dieser Achttrackling, was zum einen an der Kreativität, dem exotischen Touch und spontanten Rhythmustempowechseln liegt, wenn dann so richtig die Post abgeht. Kein schlechtes Debüt, reichlich abstrakt mit kantigem Unterton, deuten KVERNA schon mal an, das auf dem Sektor noch viel mehr geht, wenngleich sie ihr Potential mehr als angedeutet allerdings noch nicht voll ausgeschöpft haben. Ein positiv zu Buche stehender Anfang ist gemacht, darauf sollten KVERNA künftig bauen.

Fazit: Unorthodox vielseitiger Punsch zwischen Stoner Rock, Sludge-Doom und vereinzelt Hardcoreausbrüchen. 7/10


 

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