GREEN LUNG - Necropolitan


VÖ: 11.09.2026
(Nuclear Blast/Warner) 

Style: Okkult Heavy Doom Rock 

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GREEN LUNG 

GREEN LUNG melden sich mit ihrem vierten Studioalbum zurück. Der englische Okkult-Doom Rock-Fünfer schiebt zunächst ein gespenstisch Düsteres in Ritualgesängen gipfelndes Intro „Open the Hellmouth“ voraus, ehe das erst von einem krachenden Killerhook geprägte Gitarrenriff im Opener „Dance To the Grave“ erklingt. „Black Magic Radio“ knallt durchsetzt von altertümlichen auf einen gewissen seit den 50ern nicht nur in Europa verbreiteten Kult zurückgehender Naturritual-Gesängen eindringlicher Art mit massiv hart rockender Wucht,  Tom Templar drückt jedem Song mit unübertrefflich einprägsamen Gesangslinien den Stempel auf. "Black Magic Radio" entwickelt soviel bittersüße melodische Powerdynamik, dass es unwiderstehlich fesselt. OZZY OSBOURNE mässiger Gesang, BLACK SABBATH/RAINBOW Anteile, bisher in derartiger Form bisher noch nicht zelebriert in Richtung 70er DEEP PURPLE/URIAH HEEP austeilendes Faible, NWOBHM-Zutaten, raumgreifend Psychedelische Melodien, satte Doomrockvibes gepackt in massive Groovelines... Das vierte Studioalbum 'Necropolitan' vereint Strukturen aller drei Vorgängerwerke anhand ihrer Entwicklung, rockt eingängiger zugleich kompakt heavyer getaktet fließender denn je.

„Necropolitan Line“ rockt im flotten Taktbeat, Parallelen zu GHOST aufwerfend wozu auch abgedreht schrille Orgelsilhouetten beitragen, die sich zwischendurch mit der Leadgitarre duellieren vermehrt blitzen gar DEEP PURPLE zu ihrer 70th geprägten Glanzphase durch, „Evil in this House“ müffelt im gesamten Songaufbau einschließlich Gesang sowie basischem Grundriff nach BLACK SABBATH, bei „Together in Death“ breitet sich phasenweise bei akustischen Gesangsparts düster romantische Friedhofstimmung aus, ehe krachender Okkult-Doom Hard Rock mit wuchtigen Gitarrenriffs das Zepter schwingend regiert. „Ozymandias“ erinnert mit seinem abenteuerlichen Faible mitsamt dramaturgischer Orgel und kurze Zeit mal temporausnehmender Epik mehr an URIAH HEEP als nur irgendein anderes Stück auf 'Necropolitan', danach beginnt „Alastrael“ (Babalon The Great) mit geheimnisvoller Sprechpassage umschlagend in einen beschwingten Heavy Groover zu entwickeln in dessen Verlauf sich Orgel und Gitarre rasant duellieren. „To The Gallows Born“ gibt sich gegenüber den anderen Stücken beschwingt locker, sorgt für chilligen Ausklang, ehe das übliche Schema harter Gitarrenriffs hinzukommt sich der tempogedrosselten Epik anschließt. Vier Alben, vier Treffer. Kein Thema, Feststellung: GREEN LUNG haben schlicht den Dreh raus.

Fazit: Fanklientel zwischen BLACK SABBATH, DEEP PURPLE, NWOBHM, RAINBOW, SAINT VITUS und URIAH HEEP darf sich mit 'Nekropolitan' auf etwas gefasst machen! Feiner Okkult-Doom-Heavy Rock einer unumstrittenen Szenegröße, die es kann! 9/10