PYRE OF DESCENT - Albedo

VÖ: 23.09.2026
(Eigenproduktion)
Style: Psychedelischer Occult/Gothic/Dark Wave/Doom/Rock/Metal
Homepage:
PYRE OF DESCENT
Es gibt Bandnamen die haben alles andere als Freude weckenden Klang. - PYRE OF DESCENT - Scheiterhaufen des Abstiegs lautet die Übersetzung dieser bizarren sowohl düster melancholisch weltentrückt schrägen Kapelle, deren fließendes Elixier nun zur Besprechung ansteht und es bietet wahrlich Ungewöhnliches.
Probeweise reingehört, stelle ich nun während meiner Tonträgerrezi fest, dass diese Band eine willkommene Überraschung darstellt, nicht so unbedingt das arttypische, dafür gern spannungsvoll, dramaturgisch, intensiv raumgreifend theatralisch vor Finessenreichtum strotzend ihre sechs auf 'Albedo' sich findenden Songkreationen streut. Alle Stücke derer sechs, angefangen bei 'Akeldama', über „Aphotic Light“ oder „At Sea“, endend beim 13:21 Minütigen Songmonolithen '“Fever The Depths of Creation“ tragen unterkühlten Härtefaktor, inklusive Sakralgesängen mittels Chören, dunkle Melancholiebrücken, satte ins Ohr dringende Grooves, epische laut-leise Dynamik mal sanft, dann wieder abrupt Härtefaktor steigernd in sich. Das Credo 'Musik ist eine Form von Kunst' wird bei dieser gehaltvoll interessanten Formation groß geschrieben. PYRE OF DESCENT schaffen in der Tat das wahrlich seltene Kunststück, ihre das Genre kontrastierend ureigenen Soundcollagen zu weben, wobei sie nie ihren roten Faden verlieren, der sich weithin spannt. Opulent das breite Düstermelancholic Rock/Metal-Spektrum abdeckend, erheben sich PYRE OF DESCENT unerschütterlich aus den Tiefen ihrer eigenen Asche.Gesanglich erinnert 'Albedo' schon mehr als nur einmal an FIELDS OF THE NEPHILIM-Frontmann Carl McCoy, jedoch ohne wie ein halbgares Plagiat dieser Stil- und Genre prägenden Persönlichkeit zu erscheinen.
Vergleiche zu Kapellen wie CULT OF LUNA, THE DEVIL'S BLOOD, FIELDS OF THE NEPHILIM, POPOL VUH, TYPE O NEGATIVE, UNCLE ACID AND THE DEADBEATS oder YEAR OF THE GOAT drängen sich mehr als einmal auf. Thematisch dreht sich dieser bizarre Tonträger um Alchemie, Seelenlosigkeit, Symbole, Archetypen, Zauber und Magie. Trotz abschreckendem Bandnamens hat sich ein starkes Ensemble zusammen gefunden, dass meisterhaft dunkle Stimmung erzeugt ohne sich in Detailverliebtheit suhlend wechselhafte Wendungen einzubauen, deren Unberechenbarkeit nicht vorhersehbar ist. Musizierkunst abstrakten Charakters, wo sich Eleganz Heavyness, Leidenschaft und Gefühl für tief unter die Haut gehende Stimmungen verbindet.
Fazit: Anhängerschaft zwischen CULT OF LUNA, THE DEVIL'S BLOOD, FIELDS OF THE NEPHILIM, POPOL VUH, TYPE O' NEGATIVE, UNCLE ACID AND THE DEADBEATS und YEAR OF THE GOAT darf einem exzessiv düster-Melancholischen Dark-Gothic-Metal Twist entgegen sehen. Raumgreifend exzessiv berauschend spirituelle Musik, die ihr Fundament aus Kraft Geist und Seele berührend schöpft. Intensiv opulent psychedelisch getränkt mit jedem weiteren Durchlauf packend. Was für ein Debüt, - die Entdeckung des Jahres! 9/10

