KISSIN’ DYNAMITE – Kissin’ Dynamite

09 kissindynamite

VÖ: 18.09.26
(Kissin’ Dynamite Records)

Genre:
Hard Rock

Homepage:
KISSIN’ DYNAMITE https://www.kissin-dynamite.de

Nach 19 Jahren hört mit Frontmann Hannes Braun erst der zweite aus dem original KISSIN‘ DYNAMITE Line Up auf. Drummer Andi Schnitzer stieg bekanntlich 2021 bereits aus. Somit wird das selbstbetitelte neue Album „Kissin‘ Dynamite“ nicht nur ein Abschiedsalbum, sondern auch das erste, das man über ein eigens dafür gegründetes, gleichnamiges Label veröffentlicht. Hannes, so die Aussage, bleibt KISSIN‘ DYNAMITE jedoch im Hintergrund als Songschreiber Produzent u.v.m. erhalten, nur eben den Posten am Mikro wird zukünftig jemand anderes übernehmen.
Das Abschiedsalbum wartet mit 13 Tracks auf. Sechs Lieder sind neu und sieben Songs aus den ersten beiden Alben „Steel Of Swabia“ (2008) und „Addicted To Metal“ (2010) wurden hierfür neu eingespielt. Blickt man auf die Anfangsjahre zurück, war da eigentlich ein Schülerband am Start, die gerade dabei war erwachsen zu werden. Die Stimme von Hannes war zu dieser Zeit auch noch nicht ausgereift, obwohl sein Potential u.a. durch die Castingshow Star Search (2004, Platz #2) schon erkennbar war. So macht es durchaus Sinn, eben die Songs aus dieser Zeit zum Abschied noch einmal in einem neuen Glanz erscheinen zu lassen. Teilweise sind die Stücke auf dem Album mit Gastbeiträgen bestückt, wie z. B. die Neuaufnahme von „Out In The Rain“ mit AMARANTHE’s Goldkehlchen Elize Ryd, „Lie For Me“ mit seiner Lebensgefährtin Anna Brunner (LEAGUE OF DISTORTION; EXIT EDEN) oder „Steel Of Swabia“ mit Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) und Sam Totmann (DRAGONFORCE). Aber auch auf „I Salute You“ oder der Neuversion der Ballade „Against The World“ kommen SALTATION MORTIS mit Alea oder das Frauen-Streichquartett EKLIPSE zum Einsatz.
Wehmut, Melancholie, Dankbarkeit für das Erreichte, aber auch der Blick nach vorne in eine neue Zukunft blinzeln mit einem weinenden und lachenden Auge stets aus den Stücken hervor.
„Kissin‘ Dynamite“ klingt somit fast schon wie eine Retrospektive zu einem Abschied der nur zum Teil einer ist. Es schlägt zudem sehr viele ruhige Töne an – mehr denn je -, was durchaus Einfluss auf die Tränenkanäle der Hörer haben dürfte, die nahe am Wasser gebaut sind. Aber keine Sorge, Stadionrocker wie „Glory Days“ oder „“Night Is Calling“ bügeln das wieder aus.

Punkte: 8/10