PHLEFONYAAR - Encyclopaedia Sociopathica


VÖ: 18.09.2026
(Eigenproduktion) 

Style: Violent Sludge Metal 

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PHLEFONJAAR 

Sechs Jahre blieb es ruhig um PHLEFONYAAR – bis jetzt. 1996 gegründet, feiert dieses Extreme aus dem Violent Sludge Doom Metal-Sektor stammende Combo mit 'Encyclopaedia Sociopatica' dreißigjähriges Jubiläum. Inhaltlich hält das Ding, was es verspricht. Zeitweise kräftig drauflosballernd, Anhängerschaft zwischen

Anhängerschaft zwischen CROWBAR, GODFLESH, NEUROSIS, MINISTRY, HOODED MENACE ubnd WHITE ZOMBIE bekommt sechs unterkühlt heftig ballernden zeitweise gespenstisch in Doomgefilde abgleitend heftige Abfuhren, die sich gewaschen haben. „The Lion's Walking“ eröffnet den Reigen gewaltig bedrohlich abstrakt rausgespült eisiger Wut, deren Inhalte so ziemlich gar nichts wirklich Freundliches erahnen lässt. Im Mittelpunkt steht wie der Albumtitel verrät der in vielfältiger Variation auftretende Menschentyp Soziopath, dessen unterschiedliches Erscheinungsbild im Spiegel der Gesellschaft schwierig in Worte zu fassen ist. 

Dem derben Opener wo es von erster bis letzter Note schrammelig verwaschen räudig aufs Geweih geht, schließen sich mit „The Lightning Rod Seller“; „The Last Funeral In Town“, „The Curse of the Blackditch Hallow“, „Rust In The Prayer Jar“ und „The Windows Lantern Swings“ fünf kompakte dieser EP nur 21:25 Minuten Spielzeit gewährende Tracks an. Zwischen beklemmend, destruktiv, morbide, wutentbrannt und zerstörerisch legt das hierfür verantwortlich weitest gehend anonym bleibende vermutlich nicht mehr im vollständigen Original Line Up musizierend als Duo auftretende Band Line Up zum 30jährigen Bandjubiläum ein mächtig schweres Pfund auf die Waage, das zentnerfett killend dem Wahnsinn kompromisslos betriebenen Lärms frönende Gitarrenwanderuptionen, forschen Tempowechseln, abstraktem Geschwindigkeitswechsel wuchtigem Drummings und heißer verzerrten Gesang bei jeweils wohldurchdacht strukturiertem Songaufbau beinhaltet.

Umnebelt von exzessiver Spannung, Furcht, beissendem Zorn, raumgreifender Finsternis liegt eine Stadt paradoxer Widersprüche,wo sich Schwarzbrenner, Huren, Listigen Öl-Magnaten, Revolverhelden, mit Geistern Verstorbener kommunizierende Totenbeschwörer verrückte Wissenschaftler und Wesenheiten so alt und tot wie das Gebiet, in dem sie existieren, zwischen Schatten, Kanonenschüssen, Rauch und Monstern tummeln. Während der Nachtzeit führt das schlafende Bewusstsein die wandernde Seele des Protagonisten ins Umfeld von Staubteufeln und verrottender Särge und halte dich von der Fensterlaterne fern, worauf eine Münze im Einmachglas spiritueller Wünsche zu setzen ist, und es existiert eine kleine Chance, besser als keine - dass Du erfolgreich sicher in der Heimstätte ankommst. Das klingt passend zum Inhalt aller sechs dargebotenen Tracks extrem schaurig... 

Fazit: Geballt frostklirrend morbide Finsterstimmung auf krudem Level, eine ganze Wagenladung der Normalwelt vorenthalten bleibend kochender Emotionen, deren wuchernden Gespinste aus einem Horrorszenario grotesk Seele marternder Albträume stammen könnten. Bösartig, finster, morbide, und vernichtend! 8/10