THE BLIND DOG MAYER GROUP - Live Studio Sessions_From The Shadow Of The Castle

VÖ: 01.06.2026
(Blues Note Records)
Genre: Blues Rock
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THE BLIND DOG MAYER GROUP
Florian Mayer, genannt „Blind Dog“ ist schon vor 25 Jahren aus dem beschaulichen Saarland weggezogen, um die Blueswelt zu erkunden. Dort teilte er die Festivalbühnen mit allen Größen des Genres und ließ keinen staubigen Club unbespielt. In seiner Heimat Kirkel , über welcher eine alte Burg thront, hat er jetzt eine Truppe weiterer alter Haudegen zusammengetrommelt. Mit denen brachte der Sänger die BLIND GOG MAYER GROUP an den Start, die im letzten Jahr den Rock&Pop-Preis gewann. Nach einigen gemeinsamen Konzerten hatten die Vier die Idee ihre Songs live im Studio einzuspielen, das Ergebnis ist nun unter „Live Studio Sessions-From The Shadow Of The Castle“ erhältlich.
Ob auf dem Boden der bespielten Schuppen oder auf der Straße, die ihn zu den Orten führt, überall liegt der Staub herum, den man dieser EP förmlich anhören kann. Der Sound so trocken und direkt, man hört förmlich jede Schwingung die wahre Essenz dessen, was ihre Instrumente zu leisten vermögen. Dieses Raue findet sich auch im Timbre des Namensgebers wieder, dessen Röhre von all den Geschichten on the road erzählt.
Direkt zu Beginn slidet Dirk Lenz mal schön drauf los und entführt uns mit „Anthem Of The Lost Sock“ tief ins Delta. Ja, in den Südstaaten der USA hat seinen Sound und seine Attitüde geprägt, im Opener treibt und swingt das schön nach vorne. Selbstreferenziell fällt „Call Me The Blind Dog“, in dem auch Michael Jung an den vier Saiten seine Einsätze hat. Hier agieren die Herren etwas lässiger und im Refrain hymnischer.
Das trifft auch auf „Moonshine Gasoline“ zu, mit der eine waschechte Bikerhymne gelingt. Die Thematik kann in dem Kontext natürlich nicht fehlen, so verkündet auch der „Harley Rider“ vom harten Leben draußen. Hier schleppt sich ihr Blues Rock gemächlich, dennoch unaufhaltsam dahin, der Mainman selbst bläst die Harmonika dazu. Lenz streut immer wieder tolle aufbrausende Leadfills ein.
Sein Einsatz fällt in der Kategorie bei der Ballade „That´s What I Saw“ ruhiger, aber mit dem selben Feeling aus. So richtig knarzt seine Axt bei „Shiny Curly Red Hair“, da ist viel Druck dahinter, wobei man schon etwas an den Klassiker „I Don´t Need No Doctor“ erinnert wird. Gerade das Schlagzeug von Marco Schmieden scheppert hier so richtig, die sehr rohe Aufnahme ist zwar nichts für Feinschmecker, aber die Authentizität mundet ebenso.
7 / 10

