BLODTÀR - Monark


VÖ: 18.09.2026
(Nordvis Production) 

Style: Pagan Metal/Folk Black Metal 

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BLODTÀR

 

 

Kürzlich probeweise auf dem Heimweg von einem Konzert reingehört, hat es gleich auf Anhieb gefunkt! Raue Kalte Gitarrenwände manifestieren sich beim blutigen Auftakt Blodtår“, jedoch steckt in diesem Song noch weitaus mehr. Mit dem schwedischen Pagan Black Metal Duo BLODTÀR legt ein interessantes den Extremsektor beackerndes Duo aus Stockholm seine Visitenkarte auf den Tisch.

BLODTÀR spielen schwarz gefärbten Pagan/Folk Black Metal. Gleich bei der mit einem schon bei anderen skandinavischen Bands gehörten Traditional-Folksong aufwartenden Eröffnungsfanfare in Bandhymnenform - „Blodtår“ -was soviel wie Rotblond bedeutet, machen sich Kalte Gitarrenwände zum blutigen Auftakt bemerkbar. Die Bezeichnung Rotblond könnte sich auf die Kelten beziehen, jene in aller Regel nie im Verband auftretenden einzeln für sich kämpfenden Stämme, dessen Haarfarbentyp im hohen Norden, (genauer Schweden) weit verbreitet ist. Heißer herausgebrüllte Vocals und Pagan metallischer Anstrich sorgen dafür, dass 'Monark' nicht glattgebügelt rüberkommt, stimmungsvoll dezent im Hintergrund stehende Keyboardklänge tragen auch wichtigen Anteil zum Gesamtergebnis bei.

'Till Min Sista Viloplats', „Det Slutar I Lågor“, und Nu är det synd om de döda“ (letzteres gilt als Cover von KRAJA einem vierköpfigen Frauen (New) Folk-Quartett aus Umea in Nordschweden) demzufolge liegt gerade dieser Track in traditioneller Folkmusik verankert - epische Strukturen-Tore öffnen sich im gedämpfteren Tempo. Das Wort 'Kraja' der samischen Sprache entstammend bedeutet ungefähr soviel wie „Platz nach dem man sich sehnt“. Fein, das trotz stellenweise kalter Rauheitsequenzen immer Platz für epische Choralpassagen und Bombastische Momentaufnahmen bleibt. „Paradies“ besticht durch Momente gefüllt mit Erhabenheit schwelgend in raumgreifenden Pathos, dazu kommen Heavy gestimmte Gitarren und robuste kompakt rollende Gitarreneruptionen, umrahmt von Theatralik. Größten Reiz gewinnt das Album spätestens, wenn der Black Metal-Anteil herunter gefahren wird, um Platz für epische Pagan-Folk-Passagen oder Post Apokalyptische Rock-Elemente zu schaffen, "Den eviga isen" geht mit drückenden Blastbeats noch einmal richtig satt auf's Geweih, zu deren Härte sich leiser Backgroundgesang und harmonische Gitarrenmelodie gesellen.

Fazit: Interessanter Neuling mit gelungener Visitenkarte, dieses Duo stellt eine Bereicherung für die Pagan-Folk/Black Metal-Zone dar. Auf's Genre spezialisierte Anhängerschaft sollte BLODTÀR künftig im Auge behalten! 8/10