AFTER INFINITY - Beyond Eternity

VÖ: 23.10.2026
(Rockshots Records)
Style: Power Metal
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AFTER INFINTY
Hinter dieser finnischen Kapelle steckt kein Finne, sondern ein Ungar, Szoltan Szilagy, dessen Name bei Genrefans von DREAM TALE Bekanntheit haben dürfte. Studiolangdreher Numero zwei 'Beyont Eternity' fällt durch sein herrlich opulentes Coverartwork auf. „Crooked Carnival“ beginnt horrolastig finster passend zur Jahreszeit, der kranke Karneval röhrt im klassischen Power Metalgewand.
Ohne viel Grübelage lässt sich sagen, Anhängerschaft von HAMMERFALL, RHAPSODY OF FIRE, HELLOWEEN und STRATOVARIUS dürfte sich für dieses zeitweise durch ausgefallene Arrangements hervortuende Power Metal-Album erwärmen.„Infinity Feeling“ wird unerwartet von glockenhellem Frauengesang dominiert, was der gesamten Scheibe wohltuend bekommend sehr gut zu Gesicht steht. Spätestens bei „King With No Crown“ macht es dann endlich Klick. Bei näherem Genuss der Scheibe wird klar, dass hier zahlreiche Gastmusiker /innen ihre Visitenkarte abgaben: Mika Tauriainen (Entwine, Shamrain), Sara Strömmer (SHEREIGN,EX-FEAT OF DOMINATION), Paolo Ribaldini (LEVERAGE, SERAPHIEL, DELAIN) and Aitor Arrastia (METAL DE FACTO). Orchestrationen durch Gideon Ricardo (FAIRYLAND, WOODS OF WONDERS) Bass Linien übernahm Ville Koskinen (PSYCHEWORK, SATAN'S FALL, uvm.). Über den zeitweise nervigen Plastik-Drumsound lässt sich geteilter Meinung sein.
Power Metal auf gewohntem Stilniveau lässt sich durchaus attestieren, allerdings mit ausgefeilter Kreativität die sich bestens zur Jahreszeit passend angleicht. Neben flotterm dramaturgisch gestylten Power Metal-Hymnen wie obig erwähnten punkten das zauberhaft arrangierte sich über's Album verteilend kraftvolle Power-Balladendoppel „Maybe She's Crying“/ „Whisper In The Air“ ebenfalls kräftig. „Mortal Vessel“ stellt sich als heroisches für die restlichen Tracks u. a. ein heftig emotionsbehaftet Progressiv durch mehrstimmigen Gesang sich auszeichnendes „Everlasting Mark“ den Weg bereitendes Bombast-Intermezzo heraus, während „Eternal Resentment“ im Kontrast dazu treibend geradlinig herausgefeuert wird.
Im Gedanken, das wäre jetzt soweit alles gewesen, setzt das knapp zwölf Minuten verschachtelte Progressive Opus Magnum 'Hands of Time' noch einen ganz dicken Schlußstrich unter ein qualitativ gutes Power Metalalbum, dessen Inhalt durch Ideen glänzend intellektuell ausgefeiltere Songtexte beinhaltet, handwerkliche Qualität beherbergt, die sowohl gängigen Klischees entspricht, sich dennoch öfters mehr als ein mal aus der Standesüblichen Komfortzone heraus wagend bewegt.
Fazit: Ungewohnt vielseitig kreatives gern über den Tellerrand hinausblickendes Genrekraftfutter für Tratitions-Power Metalfans, denen es nie genu HELLOWEEN, RHAPSODY Of FIRE, HAMMERFALL und STRATOVARIUS geben darf. 8/10

