WWE Summerslam 2017

10 wwesummerslam

VÖ: bereits erschienen
(Fremantle Media)

Homepage:
WORLD WRESTLING ENTERTAINMENT

Leider muss ich das Warten auf das Double Feature Great Balls Of Fire / Battleground 2017 nun so langsam aufgeben und daher hat es auch so lange gedauert, bis nun die größte Party des Sommers loslegen kann. Bei der WWE hat sich einiges geändert und so gibt es leider KEIN Feuerwerk zu Beginn des Großveranstaltung und nach der Begrüßung gibt es sofort Action.
John Cena tritt gegen Baron Corbin an und es ist schon beeindruckend, wie Corbin sich gegen das WWE Aushängeschild behaupten kann. Cena kann lange Zeit versuchen, was er will, Baron hat immer eine Antwort parat und einige seiner Manöver sind absolute Klasse. Für einen Opener ist der Kampf sauber, voller Spannung und recht ansehnlich.
Jetzt geht es um den WWE Smackdown Live! Women's Champion Titel, den Naomi hält und endlich, kann ich nur sagen, darf Natalya auch mal wieder in das Titelrennen eingreifen. Mit der Hart Schule und der Erfahrung ist die Herausforderin für mich klar im Vorteil, aber ich sage immer wieder, dass gerade bei den Damen nichts unmöglich ist und so dominiert Natalya zwar einige Zeit, muss sich aber oftmals aus kontern lassen. Hier ist sehr gutes Wrestling geboten und das Match lann sich sehen lassen.
Big Cass gegen The Big Show, dieses Match hat sich ja rund um die Story von Enzo Amore und Big Cass schon angedeutet und wird hier nun ausgetragen. Für mich ist Big Show immer noch ein guter Mann im Ring, doch ich würde mal behaupten, dass solchen großen Männern wie Big Cass eine große Zukunft bevor steht. So ist es auch im Match, Cass geht teils mit überzogenem Ehrgeiz ans Werk, was Big Show mit seiner Erfahrung locker vorher ahnen kann, doch das Tempo von Cass macht Big Show dann auch wieder einen Strich durch die Rechnung. Alles in allem ist auch klar, dass man von solchen Hünen keine technisches Feuerwerk erwarten kann, aber dafür ist der Kampf allemal mehr als gut.
Über die Auseinandersetzung zwischen Randy Orton und Rusev will ich gar nicht viele Worte verlieren, da geht was ab, was man sicherlich nicht so erwartet hätte, also ansehen und darüber diskutieren, ob das wirklich so laufen muss.
Erneut gehen die Damen in den Ring und dieses Mal geht es um den WWE RAW Women's Title von Alexa Bliss, die ihren Gürtel gegen Sasha Banks verteidigt. Auch die RAW Damen sind sehr gut im Ring, das ist schnell, das ist sehr gut anzusehen. „The Boss“ will unbedingt den Titel wieder haben und so geht sich auch vor. Alexa muss man bestätigen, dass sie gut mithalten kann, doch im Vergleich zum Smackdown Title Match haben die beiden Damen hier eher das Nachsehen.
Finn Balòr tritt gegen Bray Wyatt an und wenn solch zwei Charaktere aufeinander treffen, finde ich das klasse. Vor allem die Schnelligkeit und die Technik von Finn ist perfekt, er rennt, fliegt, teilt aus und macht dazu eine sehr gute Show, während man bei Wyatt den düsteren Charakter und seine durchgeknallte Art mag. Hier geht es leider um nichts, aber ich denke, dass solch starke Wrestler bald wieder im Titelrennen involviert sind, nach dieser Leistung darf man es hoffen und bei diesem Match geht der Daumen klar nach oben.
Dass The Shield in Form von Dean Ambrose und Seth Rollins je wieder zusammenkommen werden, hatte ich eigentlich nie erwartet, aber bei der WWE kann alles passieren und so sind die Beiden heute in einem Match um den WWE RAW Tag Team Title und wollen diese von Sheamus und Cesaro holen. Beide Teams sind nun schon eine Weile aufeinander eingespielt und vor allem bei den Champions habe ich immer mehr das Gefühl, dass hier ein Mega Tag Team reift, das noch zu Großem fähig ist. Aber man kennt auch The Shield und so wie sie früher waren, gegen sie auch hier zur Sache. Hier ist viel Action angesagt, Cesaro weiß total zu überzeugen und mit Sheamus lässt er Rollins und Ambrose teils richtig schlecht aussehen. The Shield sind aber sehr ausgebufft und halten sich das ein oder andere Türchen auf, um am Ende vielleicht doch als Champions den Ring zu verlassen. Diese vier Männer sind definitiv ein Garant für geile WWE Tag Team Action, ansehen ist Pflicht.
Nun geht es um den WWE United States Champion Titel, der von AJ Styles gehalten wird und den Kewin Owens gerne gewinnen würde. Doch bei diesem Titel Match ist Shane McMahon der Special Guest Referee und nach der Vorgeschichte könnte man davon ausgehen, dass eben genau dieser vielleicht das Zünglein an der Waage sein könnte. Man, was bin ich von dem Kampf begeistert, Owens ist voller Tatendrang, seine Aktionen sind hart, präzise und teils sogar unglaublich. Styles kann mit seinen Flying Moves aber locker gegenhalten und für so manchen WWE Universe Fan in der Halle ist das ein wahres Spektakel. So wie die Fans mitgehen, so klasse ist dieses Match und gehört für mich zu den Top Kämpfen des abends. Also auch hier, unbedingt ansehen und die Frage vom Anfang, ob Shane was mit dem Ausgang des Matches zu tun hat, wird für jeden beantwortet.
Der WWE Title von Jinder Mahal steht auf dem Spiel und der Herausforderer ist Shinsuke Nakamura, der vom WWE Universe schon beim Einzug frenetisch abgefeiert wird. Der Japaner ist teils abgedreht, teils krass und ein wahnsinnig guter Wrestler. Dies zeigt er hier auch und für mich sollte er der klare Favorit sein. Aber auch hier sind in Form der Lakaien von Mahal natürlich die Vorzeichen eher schlecht, denn auch wenn Jinder sich Champion schimpft, ohne deren Unterstützung wäre er den Titel schon los. In diesem Match sind die Technik und Schnelligkeit klar auf der Seite des Japaners, doch in Sachen Kraft hat der Champ den Vorteil, so dass es ungefähr ausgeglichen aussieht. Die Frage ist halt eben, ob die Singh Brothers eingreifen und das Match beeinflussen können. Leider ist der Kampf im Vergleich nicht sonderlich lang, dafür aber recht intensiv.
Der Main Event ist für mich das Highlight, Brock Lesnar, das Biest, muss seinen WWE Universal Titel verteidigen und das in einem Four Way Match gegen Samoa Joe, Roman Reigns und das Monster Braun Strowman. Boah bin ich Hin und Her gerissen von dieser Schlacht, das ist kein Wrestling Match, das ist eine Schlacht. Klar versuchen erst mal alle, Stowman aus dem Weg zu gehen, doch der ist auf einem Pfad der Verwüstung unterwegs und hinterlässt nur verbrannte Erde. Hier geht so einiges zu Bruch, hier gehen Wrestler nicht nur zu Boden, sie stecken die Tracht Prügel ihres Lebens ein. Das Match dauert knappe 21 Minuten und davon ist es jede Sekunde wert, angesehen zu werden, Finnisher auf Finnisher wird gezeigt, aber das bringt nichts, wenn ich meinen Gegner pinne und drumherum noch drei andere sind, die das Cover unterbrechen. Auch im WWE Universe ist die Begeisterung bei dieser Schlacht am oberen Limit und so darf man behaupten, dass dieser Main Event absolut grandios ist.
Nach dem SUMMERSLAM werden wohl auch einige Weichen neu gestellt und ich bin jetzt schon gespannt, was die nächsten Großveranstaltungen bringen werden. Der SUMMERSLAM ist so gut, dass hier auf jeden Fall 8,9 von 10 Punkten drauf müssen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen