FILM - Das Gesetz Der Familie

01 dasgesetz

VÖ: 25.01.2018
(Koch Media)

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KOCH MEDIA

Also welches Genre dieser Film bedient, kann man Anhand des Titels und des Covers nur schwer beurteilen, also den Inhalt lesen und ab mit der Scheibe in den Player:
Seit Generationen leben die Familienmitglieder des berüchtigten Cutler-Clans als Outlaws in der sanfthügeligen und üppigen Landschaft um Gloucestershire in England. Was sie zum Leben brauchen, stehlen sie von den reichen Bewohnern der Gegend und haben einen Mordsspaß dabei, die lokale Polizei an der Nase herumzuführen. Chad (Michael Fassbender) bewundert seinen Vater, Clan-Oberhaupt Colby (Brendan Gleeson), dafür ein Freigeist zu sein und sein Leben in absoluter Unabhängigkeit verbracht zu haben. Aber er weiß auch, dass das Leben abseits der Regeln nur bedingt Freiheit bietet, denn der Rückweg in die zivile Gesellschaft ist verbaut. Auch Chads Kinder sollen, wenn es nach Colby geht, frei und wild bleiben und ihre Zeit nicht mit der Schule vergeuden. Doch die Unabhängigkeit hat ihren Preis: die Polizei liegt stets auf der Lauer, in der Gruppe herrscht Chaos und das Geld ist immer knapp. Chad liebt seinen Vater, aber er möchte auch für seine Kinder ein Zuhause schaffen, in dem sie sicher aufwachsen können. Für Colby jedoch ist jede Abweichung vom Rebellenalltag Verrat an der Familientradition. Als sein Vater schließlich einen weiteren, vielversprechenden Einbruch anzettelt, muss Chad sich entscheiden, ob er sein vorbestimmtes Erbe antritt oder ein eigenes Leben beginnt.
Am Anfang denkt man sich so ein wenig, dass die Schmuddel Familie so eine Art „Flodders“ darstellt, da wird der Kleinste ans Steuer des Autos gelassen, da tanzt einer wild und nackt ums Feuer herum und die Polizei wird nach Strich und Faden verarscht. Doch es soll anders kommen, Chad liebt seine Familie, doch er will aus dem Wohnwagen Camp raus in die Stadt, will seiner Familie was bieten und den Kindern ein geregeltes Leben in der Schule ermöglichen. Dass er da nicht immer im Vorteil ist, sehen wir, dass es da immer wieder zu Konflikten mit seiner Großfamilie und ganz besonders seinem Vater kommt, ist schon vorprogrammiert. Sein Vater übernimmt die führende Rolle der Familie und seine Worte sind Gesetz, auch wenn er nicht recht hat, die anderen kuschen ganz gewaltig vor dem Oberhaupt.
Der Film stellt sich also im Endeffekt als Vater / Sohn Drama hin und bei dem berühren die Gefühle den Zuschauer auch sehr intensiv. Damit aber nicht alles Grau in Grau ist, sind eben auch die abgedrehten Sachen mit dem nackten Kerl und der Polizei Verarsche immer wieder gut, das Gefühlschaos aufzulockern. Einzig stört mich dabei etwas, dass auch die Nebencharaktere sehr genau durchleuchtet werden, was den Film leider etwas in die Länge zieht. Dies hätte man eher am Rande tun können und den Fokus rein auf die Familie zu legen, aber das ist nicht schlimm, der Film weiß zu unterhalten und das macht in Summe auch 7,9 von 10 Punkten.

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