Zur Zeit finden keine Konzerte statt. Sobald es auf den Brettern wieder rund geht, bekommt Ihr hier auch wieder die Informationen dazu.


HUMAN FORTRESS

12 Human Fortress Todd

Mailer vom 04.12.19
Interviewpartner Torsten Wolf (git.)

Homepage:
HUMAN FORTRESS

FFM-Rock:
Moin Todd, ein neues Album schreit förmlich nach ein paar Fragen dazu. Zunächst meinen Glückwunsch zu eurem nun 6. Longplayer „Reign Of Gold“ und vor allem dem 20. Geburtstag der Band HUMAN FORTRESS. Wenn das überhaupt auf die Schnelle möglich ist, was waren in all den Jahren dein Highlight und was der persönliche Tiefpunkt?

Todd:
Hi Mike, danke erst einmal für die Glückwünsche. Sind wirklich schon 20 Jahre vergangen? Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass die Band zwischenzeitlich nicht existiert hatte. Mein Highlight war die Reunion von HF im Jahr 2010. Ich hatte mit der Band eigentlich komplett abgeschlossen und in der Zwischenzeit zusammen mit Michael Bormann und Marco Grasshoff eine neue Band (THE TROPHY) gegründet. Hätte Frontiers Records damals die Optionen für weitere Alben gezogen, hätte die Reunion von HF wohl nicht stattgefunden. Das nennt man Schicksal. Absoluter Tiefpunkt war die Zeit mit ETERNAL EMPIRE (musikalisch als auch zwischenmenschlich).

FFM-Rock:
Hört man sich „Reign Of Gold“ als Kenner der Band, und da möchte ich mit etwas Stolz behaupten, dass ich das jetzt auch schon fast über die gesamte Zeit bin, wird man feststellen, dass wo HUMAN FORTRESS draufsteht, auch HUMAN FORTRESS drin steckt. Was macht deiner Meinung nach auf „Reign Of Gold“ den Unterschied zu früheren Werken aus? Kann man da überhaupt von einem Unterschied sprechen?

Todd:
Danke! Ja, wir waren damals stark beeindruckt, dass Ihr extra aus Frankfurt zum Metal Inside Festival gefahren seid, um uns zu sehen. Das sind wahre Fans, lol.
Und wie cool war es, dich auf der Tour mit MOB RULES und ORDEN OGAN wieder zu sehen.
Ich denke, ROG ist vielleicht das Album, das nach „Defenders“ (Anm.: „Defenders Of The Crown, VÖ. 2003, Re-Release 2016) hätte kommen müssen. Das neue Album hat wieder mehr Folk, mittelalterliche- und viele epische Momente. Diese Einflüsse hatten wir schon immer, aber Tommy (Anm.: Newton) hat die Keys auf dem neuen Album deutlich mehr in den Vordergrund gemischt. Auch vom Sound her hat Tommy den Geist von „Defenders“ gut eingefangen. Ansonsten haben wir wieder viel Wert auf Abwechselung gelegt. Wie immer standen die Melodien an erster Stelle.

FFM-Rock:
Beschäftigt man sich näher mit eurem Musikstil wird man schnell feststellen, dass man sich gerade bei der Presse nicht auf ein bestimmtes Genre oder vergleichbare Bands festlegen kann. Man liest Power- oder Melodic Metal, es fallen auch Worte wie Folk und Epic. Seht ihr das als Vor- oder Nachteil für euch an?

Todd:
Durch die Vermischung der unterschiedlichen musikalischen Geschmäcker meiner Bandkollegen haben wir inzwischen eine eigene Identität im Genre „Melodic Metal“. Das ist sicher ein Vorteil, wenn man nicht wie eine Kopie von der Band „XY…“ klingt.

FFM-Rock:
Schlage einem jetzt neugierig gewordenen Musikfan Fan doch bitte mal zwei Songbeispiele vor, die er zum Antesten von „Reign Of Gold“ oder auch von einem der früheren Werke unbedingt anhören sollte und erkläre dazu auch, warum du genau diese Songauswahl empfiehlst.

Todd:
Das ist wieder so eine Frage an eine Mutter nach ihrem Lieblingskind, lol. Dieses Mal habe ich einen Lieblingssong. Es ist „Shining Light“. Ein sehr persönlicher und trauriger Song mit dem sich wohl jeder identifizieren kann, der schon einmal einen geliebten Menschen verloren hat. Der Mittelteil ist für mich das absolute Highlight und laut unserem Sänger Gus der beste HUMAN FORTRESS Part ever. Meine zweite Wahl fällt auf „Legions Of The Damned“, weil dieser Song 20 Jahre alt ist und nie verwendet wurde. Warum? Wir hatten ihn nie fertig gemacht, obwohl wir den Chorus und viele Parts jetzt 1:1 übernommen hatten. Mit nur kleinen Änderungen ist das Ding plötzlich so gewachsen, dass der bandintern größte Kritiker ihn als Erster auf das Album nehmen wollte. Witzig oder?

FFM-Rock:
Mit „Thunder“ und „Legions Of The Damned“ sind bislang vom neuen Album zwei Lyric Videos veröffentlicht worden. Ist zu einem späteren Zeitpunkt noch ein offizielles Video geplant? Wenn ja, zu welchem Stück?

Todd:
Ein offizielles Video war aus Budgetgründen dieses Mal nicht möglich. Gus hatte uns Gabby Vessoni aus seiner Heimatstadt Rio vorgeschlagen. Sie ist sehr talentiert und hat unsere Ideen sehr gut umgesetzt. Deshalb war es nur logisch, sie für die zweite Single wieder zu beauftragen.

FFM-Rock:
Nach zwei Alben mit und bei Sebastian Levermann (ORDEN OGAN) in seinen Greeman Studios, gab es zu „Reign Of Gold“ einen Produzentenwechsel. Was war der Grund diesmal wieder bei und mit Tommy Newton (Ex-VICTORY) aufzunehmen?

Todd:
Oh, ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir uns nicht gegen Seeb und für Tommy entschieden hatten. Mit Seeb würde ich jederzeit wieder ein Album machen. Die erneute Zusammenarbeit mit Tommy hatte sich ergeben, da unser Drummer Laki mit seiner Firma Soundhoops ohnehin mit Tommy zusammengearbeitet hat und er seine Drums bei ihm aufnehmen wollte. Dadurch hatte er irgendwann mit Tommy über HF gesprochen. Das Angebot von Tommy war sehr fair und ein weiterer Vorteil ist die Nähe seines Studios zu Hannover.

FFM-Rock:
Eine Frage noch zu anstehenden Live-Shows. Die angesetzte Tour mit RAGE habt ihr wieder gecancelt. Was war der Grund dafür und was steht dafür an?

Todd:
Wir mussten die Tour leider aus persönlichen Gründen absagen. Lucky Bob konzentriert sich beim Booking jetzt auf die Sommerfestivals 2020.

FFM-Rock:
Diese Frage bekommen all meine Interviewpartner gestellt. Kannst du mal eine lustige Anekdote von einer Show oder aus dem Proberaum zum Besten geben, die noch nicht veröffentlicht wurde?

Todd:
Ja, ich erinnere mich an ein Festival bei dem ich mit einem Fan aus England ins Gespräch gekommen bin. Zufällig schaltete sich ein weiterer Festivalbesucher ins Gespräch ein, der nach eigenen Angaben aus Louisiana kam. Das Gespräch war total nett. Irgendwann fragte der Typ aus Louisiana den Engländer, wo er denn herkommt und das ihm sein Akzent gefallen würde. Da musste ich als Deutscher ihm leider sagen, dass der Engländer englisch sprechen würde und eigentlich er derjenige mit dem Akzent sei. Das fand der Ami ganz seltsam!!! (Hat aber später darüber gelacht, also alles gut!)

FFM-Rock:
So, dann sind wir auch schon am Ende der Fragerei. Zum Schluss bitte noch einige persönliche Worte an unsere Leser und eure Fans.

Todd:
Vielen lieben Dank für Deine Unterstützung und ich hoffe, dass sich gegen den Trend viele Leute die CD kaufen und uns damit unterstützen.

Danke für das Interview und alles Gute für die Zukunft!

Mike von FFM-Rock                                                                                         Foto by Marc Erwin

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