IMMUNITY

08 Immunity Inti

Mailer vom 12.08.22
Interviewpartner: Dominik “Nik” Maiser (voc., Mitte)

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IMMUNITY

FFM-Rock:
Moin Nik, meinen Glückwunsch zum Debütalbum „Beathe“. Ein Album, das euch viel Aufmerksamkeit bringen dürfte. Damit das auch so wird, würde ich gerne dazu meinen Beitrag in Form dieses Interviews hier leisten. Ich möchte zu Beginn die Gelegenheit nutzen, euch als Band gerne mal kurz vorzustellen. Was gibt es zu der doch recht kurzen Bandhistorie von IMMUNITY zu berichten?

Nik:
Servus Mike und vielen Dank für die Glückwünsche und euer Interesse! Die Bandhistorie ist auf jeden Fall stark Corona-geprägt: wir haben uns Ende 2019 zusammengeschlossen. Damals zu viert. Dann kam Corona und zwei mussten die Band aus beruflichen Gründen verlassen. Da hatten Adrien (Anm. Red.: Dembowski, git.) und ich schon das frühe Ende vor Augen, ohne zu wissen, dass es damit eigentlich erst richtig los ging. Wir zwei waren in den Lockdowns sehr fleißig!

FFM-Rock:
Du selbst kommst eigentlich aus einem ganz anderen Genre und hast mit IMMUNITY vermutlich gesangstechnisch auch neues Terrain betreten. Welche Musik hast du vorher gemacht und wie bist du von dort aus zum Metalcore gekommen?

Nik:
Meine Wurzeln liegen schon im Punkt und Metal aber meine letzte Band war eine Deutsch-Rock Band, mit der ich aber nicht glücklich war. Schreien bedeutet mir schon sehr viel und darauf will ich auch nicht mehr verzichten!

FFM-Rock:
Vor dem Release von „Breathe“ gab es mit „Trust The Algorithm“ und „Trainwreck“ bereits zwei Non-Album-Track Video Veröffentlichungen, die es nicht nur thematisch wirklich in sich haben. Wieso schafften es diese beiden digitalen Singles nicht auf das Album? An der Songqualität dürfte es sicherlich nicht gelegen haben, oder?

Nik:
Wir haben uns zum Ziel gesetzt von Anfang an so professionell wie möglich zu arbeiten und da gehört dazu, dass man keine Songs auf ein Album packt, die schon älter als ein Jahr sind. Ich hoffe natürlich, dass sie jetzt trotzdem ein kleines Revival erleben. Qualitativ hätten sie auch definitiv aufs Album gepasst.

FFM-Rock:
Sprechen wir an dieser Stelle dann doch gleich noch über die beiden offiziellen Videos zum Album. „Post Human Empire“ zählt für mich zu den musikalischen Highlights auf „Breathe“, ebenso wie das gelungene ALPHAVILLE Cover „Sounds Like A Melody“. Was war der Grund, sich dem ALPHAVILLE Klassiker anzunehmen?

Nik:
Ich war gerade in Österreich als der Song im Radio lief und ich wurde sofort daran erinnert, wie genial ich den Song schon immer fand, ihn aber ewig nicht mehr gehört hab. Ich habe nur aufs Radio gezeigt und gesagt „Den müssen wir Covern!“. Die anderen waren auch begeistert und ich finde er passt auch wirklich super zum ganzen Album.

FFM-Rock:
Ihr arbeitet im Gitarrenbereich nicht nur mit Djent-, sondern auch mit klassischen Thrash- u. Modern Metal Gitarren Sounds. Auch das Verwenden von 80er-Synthpop Klängen ist in eurem Genre nicht neu, aber doch schon etwas Spezielleres. Stand diese Marschrichtung von Anfang an fest oder brachte das die Besetzung an den Instrumenten durch die jeweiligen Musiker mit sich?


Nik:
Das hat sich aus unseren jeweiligen Vorlieben ergeben. Wir wollten uns ganz sicher nicht einschränken lassen. Viele denken z.B. Synthesizer oder klarer Gesang haben im Metal nichts verloren. Das war uns egal. Unser oberstes Ziel war etwas zu schaffen, was wir lieben und was wir schon immer mal machen wollten.

FFM-Rock:
Viele eurer Genre-Kollegen thematisieren ihn ihren Texten das Thema Mental Health (Anm.: Psychische Belastungen / Erkrankungen). Welche Themen sind bei euch präsent bzw. vorrangig?

Nik:
Der Song „Breaking Character“ befasst sich auch mit Mental Health, genauso wie „Creatures“. Es finden sich aber auch Zukunftsvisionen, Beziehungsthemen, Hoffnungen und Sorgen auf dem Album. Wir haben uns da keine klare Linie vorgenommen, sondern geschrieben, was uns am Herzen lag.

FFM-Rock:
Die seit zwei Jahren anhaltende Corona-Lage hat vielen Bands einen großen Strich durch die Planungen in Sachen Recordings und Album-Veröffentlichung gemacht. Inwieweit hat euch das auch betroffen, zumal ihr euch in dieser ja auch Zeit gegründet habt?

Nik:
Es war grauenhaft! Ich war eigentlich ein Jahr in Quarantäne, weil ich immer Angst hatte, mich vor dem nächsten Studiotermin anzustecken und mir die Stimme zu ruinieren. Proben ging nur nach vorherigem testen und live Konzerte waren gar nicht möglich. Wir hatten unglaubliches Glück, dass wir unseren Zeitplan tatsächlich einhalten konnten!

FFM-Rock:
Ihr habt euch für die Aufnahmen zu „Breathe“ bei Sawdust Recordings unter der Leitung von Christoph Wiezcorek (ANNISOKAY) eingebucht. Was war der ausschlaggebende Grund hierfür und welchen Einfluss hatte Christoph noch auf euer Songmaterial?

Nik:
Grund war vor allem der Sound, der aus Christophs Studio kommt. Als ich ANNISOKAY zum ersten Mal gehört habe, konnte ich nicht glauben, dass das eine Deutsche Band ist. Dann kam dazu, dass wir mit Christoph absolut auf einer Wellenlänge liegen, was sich im Studio natürlich ausbezahlt hat. Christophs Handschrift ist sicher nicht zu überhören und da sind wir auch sehr dankbar dafür.

FFM-Rock:
Eine Frage möchte ich dem überaus gelungenen Cover Artwork und der Digi Pack Aufmachung widmen, denn beides ist mehr als nur erwähnenswert. Was drückt z. B. das Artwork aus bzw. steht es im Einklang mit einem Song oder dem gesamten Album?

Nik:
Das Artwork ist von vielen Einflüssen inspiriert: Es hat diesen gewissen Anime Stil, den wir auch so ähnlich für das Video von „Sounds like a Melody“ verwendet haben. Außerdem trägt es inhaltlich die Botschaft von „Breathe“ und „Post Human Empire“ in sich. Dass wir bald darauf angewiesen sind ein künstliches Ökosystem aufrecht zu erhalten, wenn wir so weiter machen.

FFM-Rock:
Ihr veröffentlicht „Breathe“ als CD im Eigenvertrieb und digital über Recordjet. War das von Anfang an so geplant oder eher eine Notlösung?

Nik:
Wir wollten definitiv nicht hausieren gehen, um irgendeinen Partner zu bekommen. Wir haben sogar mehrere Anfragen abgelehnt, weil wir uns bei einem Partner 100% sicher sein wollen. Die Corona Zeit hat auch in der Musikindustrie für Zurückhaltung gesorgt und so haben wir die Sache einfach selbst in die Hand genommen und durchgezogen. Ob wir das nochmal so machen lass ich aber mal offen.

FFM-Rock:
Ihr habt mittlerweile eure erste Show gespielt. Wie waren die Reaktionen des Publikums und was steht da jetzt noch an?

Nik:
Die ersten Reaktionen waren super! Wir durften nach 45 Minuten vor fast 400 Leuten sogar noch eine Zugabe oben drauf legen, was wir bei unserem ersten Konzert sicher nicht erwartet haben. Gerade ist es sehr schwer ohne Namen an Konzerte zu kommen und die Veranstaltungsindustrie ist sehr vorsichtig, weil die Leute sich oft nicht trauen Karten im Vorverkauf zu holen. Wir hoffen jetzt darauf, mit diesem Album, das Interesse zu wecken und sind bereit zu spielen, wenn wir dürfen!

FFM-Rock:
Diese Frage bekommen alle meine Interviewpartner gestellt. Kannst du mal eine lustige Anekdote von einer früheren Show oder aus dem Proberaum bzw. aus dem Studio zum Besten geben, die noch nicht veröffentlicht wurde?

Nik:
Als Adrien und ich die ersten Songs mit Christoph in Halle aufgenommen haben, war Lockdown und eigentlich alles geschlossen. Da saßen wir dann abends, nach dem Studio mit Gummibärchen im winzigen Hotelzimmer und haben Musik gehört und gequatscht. Das hat sich nun schon als Tradition etabliert. Wir gehen zwar essen, aber danach weiterhin mit Gummibärchen aufs Zimmer.

FFM-Rock:
So, dann sind wir auch schon wieder am Ende der Fragerei. Zum Schluss bitte noch einige persönliche Worte an unsere Leser und eure Fans.

Nik:
Vielen, vielen Dank für dieses unglaublich positive Feedback von Anfang an! Das hat uns den Antrieb gegeben, das ganze wirklich durchzuziehen und aufzunehmen. Wir würden uns natürlich mega freuen, wenn sich unseren bisherigen Fans noch ein paar mehr anschließen würden!

Danke für das Interview und alles Gute für die Zukunft!

Mike von FFM-Rock                                                                                Foto by Selene Adores (Fine Art)


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