LEAVES' EYES - Lübeck, Rider's Café


Konzert vom 13.01.18
Support: REMEMBER TWILIGHT

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LEAVES' EYES
REMEMBER TWILIGHT

Lediglich drei Releaseshows spielten LEAVES EYES im Zuge der Veröffentlichung ihres neuen Albums und während man die Konzerte in Stuttgart und Leipzig noch nachvollziehen konnte, überraschte es doch, dass die Wahl der dritten Location auf das Rider's Café in Lübeck fiel.
Allerdings konnte das Publikum die Wahl sehr wohl rechtfertigen, denn die Stimmung an diesem Abend war mehr als gut.

Als Vorband waren eigentlich HARPIYE vorgesehen, die aber wegen beruflicher Verpflichtungen nicht spielen konnten. Als Ersatz gibt es heute REMEMBER TWILIGHT, die mit zwei Violinistinnen und einem Cellisten antreten, was aber der Heaviness des Sounds keinen Abbruch tut. Zudem hat man mit TIMO NUßBAUM einen überaus sympathischen Frontmann am Start, der im Dialog mit dem Publikum für einige Lacher sorgt. Kostprobe? Die Bemerkung: „Lübeck liegt doch wohl recht nahe am Wasser, oder etwa nicht?“ kontert ein Besucher mit dem Zuruf: „Du kriegst schon nasse Füße mein Freund.“
Auch musikalisch kann das Sextett (der zweite Gitarrist fehlt heute aus mir unbekannten Gründen) mit seinem deutschsprachigen Metal problemlos überzeugen und so hat man nach der guten halben Stunde sicher den einen oder anderen neuen Fan gewonnen. Dass ich ihre EP mit 7 von 10 Punkten im Review bewertet habe, merke ich allerdings erst zu Hause. Das war mir tatsächlich komplett entfallen.

Zu Beginn von LEAVES‘ EYES Auftritt kommen erstmal vier Wikinger von Jomsborg Elag Starigard auf die Bühne und positionieren sich links und rechts.
Dann geht es mit dem Opener und Titeltrack der neuen Scheibe „Sign Of The Dragonhead“ los und das Publikum ist sofort dabei und macht ordentlich Stimmung. Sängerin ELINA hat zwar sicher nicht die Ausstrahlung einer LIV KRISTINE aber live macht sie ihre Sache wirklich gut und hat sich inzwischen auch voll in die Band integriert. Für das Anheizen ist allerdings überwiegend Frontmann ALEX KRULL verantwortlich, der die Leute unermüdlich auffordert die Hörner zu zeigen und mitzuklatschen.
In den folgenden 90 Minuten gibt es einen Mix aus neuen und alten Songs, wobei das neue Material mit sechs Stücken natürlich den Löwenanteil der Songs stellt. Hier können besonders „Riders On The Wind“ und „Jomsborg“ überzeugen, die sicher auch in den nächsten Jahren ihren Platz in der Setlist finden werden.
Mit den beiden Zugaben „Blazing Waters“ und „Haraldskvaedie“ endet dann ein kurzweiliges Konzert, das wohl jeden Anwesenden überzeugen konnte und wer Lust hat, kann die Band noch am Merchandisestand treffen, um sich seine Devotionalien signieren zu lassen oder einen Plausch zu halten.

Setlist:

Intro
Sign Of The Dragonhead
Take The Devil In Me
Across The Sea
My Destiny
Swords In Rock
Jomsborg
Galswintha
Spirits Masquerade
Like A Mountain
Hell To The Heavens
Riders On The Wind
Farewell Proud Men
Fires In The North
Edge Of Steel
Sacred Vow
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Blazing Waters
Haraldskvaedi