D.R.I. - Kassel


Konzert vom 07.07.2026
Support: INSOMNIAK 

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D.R.I.
INSOMNIAK

Bei dem Konzi war von vornherein klar, Ticket schnell ordern, ergo: die Goldgrube Kassel meldet: Ausverkauft! Leider kommt die stark verspätete Bahn nicht zeitig in die Pötte, so dass die Hälfte vom Gig der Vorband Flöten geht. Ärgerlich, und nicht zu ändern. Shit happens das war mal wieder typisch Bahn..!

INSOMNIAK
Zunächst dürfen INSOMNIAK gegen 20:00 Uhr für die aufgrund Krankheitsfalles kurzfristig ausgefallenen Thrasher MORTAL TERROR auf die Bühne. Das im gleichen Genre tätige Giessener Trio legt eine knüppelhart auf's Fressbrett gehend keine Gefangenen machend rasante Thrashabfahrt auf die Bretter, weshalb viele Besucher in der Goldgrube  gleich auf Anhieb gewaltig Bock auf mehr bekommen!



Nebenbei macht das Trio Werbung für die 'Desert To Insanity' EP von der es nur 20 Stück mit Bonustrack gibt. Fetzt gewaltig, umso mehr steigt die Vorfreude auf die nach ihnen kommende Crossover-Legende D.R.I...entsprechend viele Fans mit SUICIDAL TENDENCIES, ANTHRAX, S.O.D., MISFITS oder Shirts von diversen US und Euro-Thrashbands u. a. SLAYER, EXODUS, SODOM KREATOR usw., sind auszumachen. Umso heftiger flackert knistert, vibriert die Luft - Dieser Abend müffelt betreffs Publikum schlichtweg nur so nach Oldschool!

D.R.I.
kommen im Anschluß einer verlängerten Umbaupause auf die Bretter. Jetzt herrscht mächtig Legendenalarm in Kassel. D.R.I. geben als Gründerväter des Hardcore und Thrash vereinigenden Crossover ergo zwischen Hardcore, Punk und Thrash über 30 Songs von kompromisslos auf den Latz. - Full Speed Ahead... in der Thrash Zone! Jedes Stück hackt so richtig derbe fett rein, selbst die langsameren das Element beissender Atmosphäre untermauernden Parts lassen die Luft vibrieren! Ein heftig abgehender Pit wo ein halbes Dutzend Punks fleißig Pogo-Tanzen, Hardcore und Thrashfans fleißig mit heftigen Rempeleien im Moshpit rotieren, komplett am Stück durchdrehen füllt den Fokus der Goldgrube, was allein in der „Grube“ selten genug vorkommt. Kurt Brecht ist top bei Stimme, dirigiert das Publikum durch coole Ansagen und kann sicher sein, der Mob tobende Mob geht unaufhaltsam egal welches Stück auch kommt ab, Nahezu das gesamte Ambiente im vorderen Bereich geht bei D.R.I. restlos heftig steil. Nicht ohne Grund zählen D. R. I. Zu den Brückenbildend Genre verbindenden Bands mit Legendenstatus. Bestehend aus Bassist Greg Orr (ehemals bei der Hardcore/Crossover-Thrash-Combo ATTITUDE ADJUSTMENT), Drummer Danny Walker (u. a. VIMANA, THORNLORD), sowie den zwei Bandgründern Kurt Brecht (Gesang) und Gitarrist Spike Cassidy. Ungeschliffen rau abgemischt passt der Sound perfekt dazu. Ebenso passt der Satz von Kurt Brecht, dass die Szenen in den 80ern stramm voneinander getrennt waren.

Weil grundsätzlich nie sicher ist, welche Setlist und Spielzeitlänge für den Gig D.R.I. bringen, steht diesmal keine vollständige Setlist im Bericht aufgeführt. Die ellenlange sich bunt gemischt durch alle sechs Alben „Dealing With It“, 'Crossover', '4 Of A Kind', 'Thrash Zone'; 'Definition' und 'Full Speed Ahead' ziehende aus gefühlt etwa 30 Songs bestehende Setlist lässt kaum Wünsche offen. Zu den Highlights gehörten u. a. „Manifest Destiny“, „Who Am I“, „Acid Rain“, , „Violent Pacification“, „I Don't Need Society sowie „The Five Year Plan“. D.R.I. gehören zu den unkaputtbaren Konstanten auf die immer überall Verlass ist, die bunt gemsicht aufgestellte Crossover-Fancommunity feiert ihre Helden zu REcht, deren abgebrannates Feuerwerk Spuren hinterlässt. D.R.I. vollziehen leidenschaftlich den Crossover-Kult vor begeisternd mitgehender Fankulisse, zahlreich in die Luft gereckte Fäuste, Headbangende Fans im tobenden Pit und ein Publikum, dass jeden Augenblick der Demonstration in Sachen Hardcore Thrash-Punk genießt, sagt alles.



Ein energiegeladener Crossover Tornado von vier dreckig rüden Typen der eine mit kompromissloser Präzision killende Lesson in Violence freisetzt, die alles aber bloß kein Auge trocken lässt. Nach 90 Minuten gefühltem Crossover-Inferno (Zugabe gibt’s nicht mehr) ist Schluß. 

Kurt Brecht & Co. geben danach Autogramme oder machen Fotos mit ihren Fans. Patches, Tonträger, Longsleeves und T-Shirts wandern über den Verkaufstresen, Kurt Brecht signiert anschließend auch meine Battle-Vest mit schwarzem Edding. Die Erfinder des Crossover-Männchens gaben einen jederzeit beherztenihrem Status gerecht gewordenen Auftritt.

Fazit: In der ausverkauften Goldgrube herrschte mächtig Crossover-Alarm. INSOMNIAK haben als kurzfristig eingesprungener Supportact einen fetten Job gemacht; D.R.I. bestätigten ihren Ruf eindrucksvoll als brückenbildend-Wegweisende Crossover-Combo mit brachialen Abreisserqualitäten für den Hardcore-Punk-Thrashsektor. Feiner Extrem-Metal-Abend in der Goldgrube mit zwei starken Bands im bis auf den letzten Platz gefüllten Ambiente. Danke an alle die da waren, Markus Moshpit & Crew, das freundliche Thekenteam in der Goldgrube, sowie bunt gemischtes in derartiger Konstellation selten zu findendes Fanklientel. - Die Legende lebt!

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